Deutsche Telekom-Aktie: Tiefe Enttäuschung!

Der plötzliche Abgang eines erst kürzlich berufenen Vorstandsmitglieds sorgt bei der Hauptversammlung für Enttäuschung. Der Aufsichtsrat sieht keine Notlösung in der Nachfolge.

Auf einen Blick:
  • Überraschender Abgang von Vorstandsmitglied Abdu Mudesir
  • Aufsichtsrat zeigt sich enttäuscht über plötzlichen Weggang
  • Finanzchef Illek übernimmt Aufgaben interimsmäßig
  • Aktienkurs bewegt sich trotz Marktschwäche auf hohem Niveau

Bei der jüngsten Hauptversammlung der Deutschen Telekom waren nicht nur Dividenden und Ausblick ein Thema, sondern auch der überraschende Abschied von Vorstandsmitglied Abdu Mudesir. Jener wurde erst im Oktober auf seinen Posten berufen und verabschiedete sich kürzlich auf eigenen Wunsch wieder von der Telekom.

Der Vermögensverwalter DWS stellte dazu die Frage, ob der Abgang nicht vorhersehbar gewesen sei. Darauf entgegnete der Aufsichtstratsovorsitzende Frank Appel, dass man selbst enttäuscht über den plötzlichen Abgang sei. Wohin es Mudesir verschlage, wisse man nicht. Mitgeteilt wurde aber, dass er keine Abfindung erhalte.

Die Telekom will keine Notlösung

Weitere Zweifel der DWS gab es bezüglich der Nachfolgeregelung. Interimsmäßig übernimmt die bisherigen Aufgaben von Mudesir finanzchef Christian Illek. Dessen fachliche Eignung stellte DWS allerdings in Frage. Davon ließ der Aufsichtsrat sich aber auch nicht weiter aus der Ruhe bringen und teilte mit, dass Illek als ausgebildeter Naturwissenschaftler gut geeignet sei. Eine Notlösung wolle man laut Frank Appel nicht, sondern einen geeigneten Kandidaten.

Auch unter anderen Aktionären gab es sichtliche Enttäuschung über den Weggang von Mudesir. Jener war auch unter Kunden offenbar recht beliebt. Allzu vile Handhabe hat die Telekom aber nicht, wenn jener sich aus freien Stücken für einen Abschied entscheidet. Was ansonsten dahinter stecken mag, darüber lässt sich bestenfalls spekulieren.

Auf hohem Niveau

Deutsche Telekom Aktie Chart

Die Telekom-Aktie schlägt sich derweil wacker mit einem Kurs von 30,92 Euro am Dienstagmorgen. Das sind zwar gut fünf Prozent weniger als noch vor einem Monat. Angesichts eines schwachen Marktumfelds entwickelten die Kurse sich aber dennoch einigermaßen zufriedenstellend und vor allem auf hohem Niveau. Zehren kann der Konzern nach wie vor von starken Ergebnissen der US-Tochter T-Mobile.

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