T-Mobile US hat am heutigen Donnerstag die Jahresprognose für den bereinigten freien Cashflow angehoben. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom erwartet nun eine Spanne von 18,4 bis 18,8 Milliarden US-Dollar, zuvor waren 18,1 bis 18,7 Milliarden US-Dollar angepeilt. Grundlage sind starke Quartalszahlen, die das US-Geschäft in den vergangenen Tagen vorgelegt hatte. Da T-Mobile US als wesentlicher Ergebnistreiber für den Bonner Mutterkonzern gilt, rückt die Anhebung unmittelbar vor den eigenen Quartalszahlen der Deutschen Telekom in den Fokus der Anleger.
Am Mittwoch schloss die Aktie bei 27,43 Euro, ein Minus von 0,40 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 5,30 Prozent zu Buche – ein Hinweis darauf, dass der Markt die operative Entwicklung der US-Tochter positiv einordnet. Der Kurs notiert damit rund 1,26 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 27,09 Euro, was auf eine kurzfristig intakte Aufwärtstendenz hindeutet.
Starkes US-Quartal als Basis
Den Grundstein für die angehobene Prognose legte T-Mobile US bereits am 23. Juli mit den Zahlen zum zweiten Quartal 2026. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,99 US-Dollar und übertraf den Konsens von 2,58 US-Dollar deutlich. Zugleich gewann die US-Tochter netto 277.000 Postpaid-Vertragskunden hinzu. Diese Kombination aus Ertragsstärke und Kundenwachstum bildet die Basis für den nun optimistischeren Cashflow-Ausblick.
Für den Gesamtkonzern richtet sich der Blick nun auf den 6. August, wenn die Deutsche Telekom ihre eigenen Zahlen zum zweiten Quartal und ersten Halbjahr 2026 vorlegt. Der veröffentlichte Analysten-Konsens rechnet mit einem bereinigten EBITDA AL von 11,702 Milliarden Euro bei einem Konzernumsatz von 29,955 Milliarden Euro. Angesichts der starken US-Entwicklung dürfte diesen Zielmarken besondere Aufmerksamkeit zukommen.
Kursziele sinken, Kaufempfehlungen bleiben
Trotz der positiven operativen Nachrichten aus den USA haben mehrere Analysehäuser ihre Kursziele zuletzt gesenkt. JPMorgan reduzierte am Montag das Kursziel von 40,00 auf 38,00 Euro und begründete den Schritt mit angepassten Schätzungen für das US-Geschäft. Die Einstufung „Overweight“ blieb dabei bestehen. Die DZ Bank folgte tags darauf mit einer Senkung des fairen Werts von 37,00 auf 35,00 Euro, beließ die Aktie jedoch ebenfalls auf „Kaufen“. Auch weitere Häuser hatten ihre Kursziele im Laufe des Monats moderat zurückgenommen, ohne von ihrer grundsätzlich positiven Einschätzung abzurücken – die Bandbreite der aktuellen Kursziele bewegt sich damit spürbar über dem gestrigen Schlusskurs.
Die Diskrepanz zwischen sinkenden Kurszielen und anhaltend guten operativen US-Daten lässt sich damit erklären, dass Analysten ihre Modelle an veränderte Wechselkurs- und Wettbewerbsannahmen anpassen, ohne die grundsätzliche Wachstumsstory infrage zu stellen.
Aktienrückkauf läuft unvermindert weiter
Parallel zur operativen Entwicklung setzt die Deutsche Telekom ihr Aktienrückkaufprogramm fort. Laut einer Pflichtmitteilung erwarb der Konzern im Zeitraum vom 20. bis 24. Juli insgesamt 1.353.640 eigene Aktien zu einem gewichteten Durchschnittskurs von 26,73 Euro. Das Programm signalisiert, dass das Management trotz der Kurszielsenkungen einzelner Analysten von der langfristigen Bewertung der Aktie überzeugt bleibt. Mit Blick auf die Quartalszahlen am 6. August dürfte sich zeigen, ob sich die Dynamik aus dem US-Geschäft auch im Konzernausweis der Deutschen Telekom niederschlägt.
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