Zum Wochenstart hatte es noch den Anschein, als ob die Aktie der Deutschen Telekom die Marke von 28 Euro wieder angreifen könnte. Doch bei einem Kurs von 27,93 Euro war Schluss. Seitdem haben die Papiere des Bonner Telekommunikations-Konzerns wieder nachgegeben. Gegenüber der Bewertung von 30,76 Euro vor genau einem Monat, beläuft sich der Abschlag bei der T-Aktie auf rund zehn Prozent. Daran änderten weder eine erhöhte Prognose im Rahmen der Quartaszahlen am Mittwoch nichts, noch ein am Montag bekanntgegebenes Projekt mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall.
Telekom und Rheinmetall kämpfen gegen Drohnen
Denn gemeinsam wollen die Konzerne einen Abwehrschirm gegen Drohnen und Sabotage entwickeln, wie es in einer Telekom-Mitteilung hieß. Das Ziel: Städte und kritische Infrastrukturen in Deutschland zu schützen. Darauf verständigten sich die Unternehmen demnach im Vorfeld der Fachausstellung für Sicherheitstechnik AFCEA in Bonn, die noch bis heute läuft.
„Durch die aktuelle geopolitische Lage rückt der Schutz kritischer Infrastrukturen (KRITIS) in den Fokus“, so die Deutsche Telekom. Hybride Bedrohungen durch Sabotage oder Drohnenflüge nähmen kontinuierlich zu. „In diesem Kontext bündeln die Unternehmen ihre Kompetenzen“. Das Ziel von Telekom und Rheinmetall seit es, Fähigkeiten und Technologien gegen vielfältige Angriffsmöglichkeiten auf KRITIS-Standorte zu entwickeln, ein sogenannter Multi-Threat-Protection-Ansatz.
- Dieser umfasst Technologien für die Cybersicherheit sowie den physischen Schutz etwa von Liegenschaften
- Details der Zusammenarbeit wollen die beiden Partner zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben
Telekom erhöht Prognose für 2026
Bekannt gab die Telekom dagegen am Mittwoch, dass der Konzerumsatz in den ersten drei Monaten 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro kletterte. Zugleich erhöhte der Konzern die Prognose für 2026 leicht auf rund 47,5 Milliarden Euro bereinigtes EBITDA AL. Die Deutsche Telekom zeige Resilienz „in bewegten Zeiten“, sagte Vostandschef Tim Höttges. „Weitgehend unbeeindruckt von den Ereignissen rund um den Globus läuft unser Geschäft stabil.“ Die Anleger allerdings scheinen von den Quartalszahlen ähnlich unbeeindruckt.
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