Die Deutsche Telekom treibt die Erweiterung ihrer Netzinfrastruktur weiter voran. Heute vermeldete der Bonner Konzern die Modernisierung von vier Standorten in Ostholstein, unter anderem in Bad Schwartau, Eutin und Timmendorfer Strand.
Laut Unternehmensangaben werden damit 99 Prozent der dortigen Kreisfläche versorgt, wodurch nahezu alle Haushalte vor Ort Zugriff auf schnellen Mobilfunk erhalten. Ein weiterer ausgebauter Mobilfunkstandort in Peine verbessert seit heute zudem die Netzabdeckung entlang der Bahnstrecke zwischen Lehrte und Braunschweig.
Auch im Festnetzbereich meldet das Unternehmen operative Fortschritte. Gestern schloss die Telekom den geförderten Glasfaserausbau im Landkreis Oder-Spree ab, bei dem rund 12.000 Haushalte an Übertragungsraten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde angebunden wurden. In Trier sollen in der ersten Oktoberhälfte zudem weitere 886 Glasfaseranschlüsse in den Stadtteilen Kürenz, Euren und Trier-Ost ans Netz gehen.
Der kontinuierliche Rollout im Heimatmarkt dient vor allem dazu, die eigene Marktposition im Breitbandgeschäft langfristig zu sichern. Das Management setzt darauf, über eine engmaschige Infrastruktur Kunden im margenstarken Festnetz- und Mobilfunkbereich zu halten und Dienste wie MagentaTV stabil zu vermarkten.
Bernstein äußert Bedenken zum Wettbewerb
Die anhaltenden Investitionen fallen in eine Phase wachsender Skepsis am Kapitalmarkt. Medienberichten zufolge stufte das Analysehaus Bernstein die Aktie gestern von „Outperform“ auf „Market-Perform“ ab und senkte das Kursziel von 37 Euro auf 28,10 Euro.
Die Analysten begründeten ihre vorsichtigere Haltung mit dem zunehmenden Wettbewerbsdruck im deutschen Festnetz-Breitbandgeschäft sowie mit Unsicherheiten rund um eine mögliche Fusion mit T-Mobile US, die bislang nicht als beschlossen gilt.
Die Zurückhaltung der Analysten verdeutlicht die Herausforderung, in einem weitgehend gesättigten Marktumfeld verlässliches Wachstum zu generieren. Um den Aktienkurs zu stabilisieren und überschüssige Mittel an die Anteilseigner zurückzuführen, setzt die Telekom parallel zum Netzausbau auf laufende Aktienrückkäufe.
Rückkaufprogramm stützt das Papier
Über den aktuellen Stand dieser Maßnahme informierte das Unternehmen am Montag in seiner sechsten Zwischenmeldung: Im Zeitraum vom 14. bis einschließlich 18. September erwarb der Konzern insgesamt 2.945.800 eigene Aktien über die Börse. Am Freitag beendete das Papier den Handel mit einem leichten Tagesplus von 0,5 Prozent bei 27,09 Euro.
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