Am Dienstagmorgen lief die Deutsche Telekom-Aktie mit einem Plus von 0,1 % auf 27,7 Euro seitwärts. Seit Anfang Juni hat der Dax-Titel knapp 4 % eingebüßt (Stand: 09.06.2026, 9:00 Uhr).
Kürzlich hat der Konzern den Startschuss für ein interessantes Projekt gegeben, das als Blaupause für ganz Deutschland dienen soll. Konkret geht es um ein Glasfaserprojekt in Abensberg bei Regensburg. Rund 6.300 Haushalte und Betriebe sollen dort Anschlüsse mit Übertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde erhalten.
Deutsche Telekom-Aktie: Bürokratie abbauen, Baustart vorziehen
Der sogenannte „Abensberger Weg“ ist ein erprobtes Verfahrensmodell, das Genehmigungs- und Abstimmungsprozesse beim Glasfaserausbau gezielt verschlankt. Konkret bedeutet das: schnellere Abstimmungen bei verkehrsrechtlichen Genehmigungen, digitale statt papierbasierte Abläufe, klare Bearbeitungsfristen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Telekom, Stadt und Baufirma von Beginn an.
Das Modell zeigt bereits erste Wirkung: Der ursprünglich für Juli geplante Baustart konnte um zwei Monate auf Mai vorgezogen werden. Die ersten Arbeiten haben im Ortsteil Aumühle begonnen, als nächste Bauabschnitte sind Offenstetten und Schwaighausen geplant, bevor der Ausbau in die Innenstadt fortgesetzt wird. Insgesamt soll das gesamte Vorhaben innerhalb von rund zwei Jahren abgeschlossen sein. Zum Spatenstich kamen unter anderem Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker sowie der Präsident des Bayerischen Gemeindetags zusammen.
Deutsche Telekom-Aktie: Abensberg als eine von zwei Musterkommunen
Abensberg ist neben der thüringischen Stadt Gotha eine von zwei Musterkommunen, an denen die Telekom ihren beschleunigten Ausbauprozess erprobt. Erfolgreiche Ansätze sollen anschließend auf weitere Projekte bundesweit übertragen werden. Mit einer Vorabbuchungsquote von 30 Prozent zählt Abensberg bereits zu den aktivsten Kommunen in Bayern beim Glasfaserausbau.
Zur Einordnung: Der Glasfaserausbau hat in Deutschland in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen. Inzwischen ist das schnelle Internet theoretisch für deutlich mehr als die Hälfte aller Haushalte verfügbar. Die tatsächlichen Nutzungszahlen liegen aber deutlich darunter. Das hat auch damit zu tun, dass viele Deutsche mit ihrer konventionellen DSL-Leitung zufrieden sind und daher kaum Interesse am mitunter teuren Umstieg auf Glasfaser zeigen.
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