Deutsche Telekom-Aktie: Rheinmetall – was ein Kracher!

Telekom und Rheinmetall kooperieren zum Schutz kritischer Infrastruktur vor Drohnen und Sabotage. Die Telekom-Aktie verliert am Dienstag zunächst trotzdem.

Auf einen Blick:
  • Telekom-Aktie gibt leicht nach
  • Partnerschaft mit Rheinmetall vereinbart
  • Schutz vor Drohnen und Sabotage
  • Wachsendes Geschäftsfeld Sicherheit

Am Dienstagvormittag hat die Deutsche Telekom-Aktie leicht an Wert eingebüßt – mit einem Minus von 0,7 % auf 27,36 Euro. Das 1-Monats-Minus erhöhte sich damit auf -5,36 % (Stand: 12.05.2026, 9:00 Uhr).

Dabei hat der Konzern kürzlich eine wegweisende Pressemeldung veröffentlicht. So arbeiten die Telekom und der deutsche Rüstungsgigant Rheinmetall künftig zusammen, um Städte und kritische Infrastrukturen in Deutschland vor Drohnenangriffen und Sabotage zu schützen. Die Ankündigung erfolgte im Vorfeld der Sicherheitsmesse AFCEA, die ab dem 12. Mai 2026 in Bonn stattfindet.

Deutsche Telekom-Aktie: Vernetzung von Sensorik, Abwehr und Kommunikation

Ziel der Partnerschaft ist ein sogenannter Multi-Threat-Protection-Ansatz, der sowohl Cybersicherheit als auch den physischen Schutz von Standorten umfasst. Rheinmetall-Chef Armin Papperger betonte, die Bedrohung durch Drohnen sei hochgradig digital und erfordere deshalb die Verbindung aus Sensorik, Abwehrsystemen und sicheren Kommunikationsnetzen.

Telekom-Chef Tim Höttges erklärte, mit den Kompetenzen des Konzerns in den Bereichen Vernetzung, Cloud und Datenanalyse wolle man die Drohnenabwehr auf ein neues Niveau heben. Die Telekom bringt dabei langjährige Erfahrung mit: Seit 2017 sichert sie im Auftrag von Behörden und Unternehmen kritische Infrastrukturen und Großveranstaltungen ab – zuletzt etwa bei der Fußball-Europameisterschaft 2024, wo sie im Polizeiauftrag illegale Drohnenflüge aufspürte.

Eine wachsende Herausforderung sind dabei Drohnen, die über Mobilfunknetze statt über klassische Funkfrequenzen gesteuert werden. Die Telekom erforscht gemeinsam mit der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, wie sich solche Drohnen im Mobilfunknetz erkennen lassen.

Deutsche Telekom: Rheinmetall mit breiter Abwehrerfahrung

Rheinmetall zählt nach eigenen Angaben zu den weltweit führenden Anbietern von Flugabwehrsystemen. Die Düsseldorfer haben bereits Erfahrung mit dem Schutz komplexer Infrastrukturen: Seit Dezember 2025 arbeiten sie gemeinsam mit der Hamburger Polizei und der Hamburg Port Authority an Drohnenabwehrkonzepten für den Hamburger Hafen. Details zur konkreten Ausgestaltung der neuen Telekom-Partnerschaft wollen beide Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

Den Konzernen eröffnet die Zusammenarbeit ein wachsendes Geschäftsfeld: Die Nachfrage nach Schutzlösungen für Infrastruktur steigt angesichts zunehmender hybrider Bedrohungen in Europa spürbar. Für die Telekom ist die Kooperation ein weiterer Schritt, das klassische Telekommunikationsgeschäft um sicherheitsrelevante Dienste zu erweitern.

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