Deutsche Telekom Aktie: Rechenzentrum mit Nvidia und SAP geplant

Symbolbild, KI-generiert

Die Deutsche Telekom investiert mit Nvidia und SAP rund eine Milliarde Euro in München. Umsatz und bereinigtes EBITDA legten im zweiten Quartal zu.

Auf einen Blick:
  • KI-Zentrum mit bis zu 10.000 Nvidia-Chips
  • Telekom übernimmt Münchens Netzinfrastruktur
  • Goldman Sachs nennt 40 Euro Kursziel
  • Zweites Quartal mit höherem Umsatz

Rund eine Milliarde Euro investiert die Deutsche Telekom gemeinsam mit Nvidia und SAP in ein neues Großrechenzentrum für künstliche Intelligenz in München. An den Märkten sorgt der Vorstoß für Unterstützung: Die Aktie der Deutschen Telekom notiert heute bei 27,26 Euro und verzeichnet ein Plus von 0,4 Prozent.

Großprojekt mit Nvidia und SAP

Das geplante Rechenzentrum soll mit bis zu 10.000 Hochleistungschips von Nvidia ausgerüstet werden. Beim Betrieb setzen die Partner vollständig auf erneuerbare Energien.

Die Aufgabenverteilung unter den Projektpartnern ist klar definiert: Die Deutsche Telekom übernimmt die Netzinfrastruktur, Nvidia liefert die Hardware und SAP steuert die Softwarekomponenten bei.

Nvidia-Chef Jensen Huang sprach anlässlich der Ankündigung von einer neuen Ära der industriellen Transformation.

Auch Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst hatte wiederholt den Ausbau der heimischen Rechenzentrumskapazitäten gefordert, da der Bedarf der deutschen Industrie an leistungsfähiger Rechenleistung sprunghaft ansteigt.

Strategische Bewertung und Analystenstimmen

Für den Bonner DAX-Konzern eröffnet das Gemeinschaftsprojekt neue Perspektiven abseits des klassischen Telekommunikationsgeschäfts. Laut einer Analyse von Reuters Breakingviews handelt der Konzern mit einem spürbaren Bewertungsabschlag zur Summe seiner Einzelteile.

Die Beteiligung an T-Mobile US wird mit rund 180 Milliarden US-Dollar bewertet.

Bei den Analysten stößt die strategische Ausrichtung überwiegend auf Wohlwollen. Goldman Sachs beziffert das Kursziel für den DAX-Titel auf 40 Euro.

Operatives Fundament und Ausblick

Rückendeckung für Großinvestitionen liefert das operative Geschäft. Im zweiten Quartal steigerte der Konzern seinen Umsatz im Jahresvergleich auf 29,93 Milliarden Euro, nach 28,67 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBITDA nach Leasingkosten kletterte zeitgleich auf 11,82 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand unter Leitung von CEO Tim Höttges ein bereinigtes EBITDA nach Leasingkosten von rund 47,5 Milliarden Euro sowie einen freien Cashflow von rund 20 Milliarden Euro an.

Vor über einem Monat hatte das Management zudem das eigene Aktienrückkaufprogramm für 2026 auf ein Volumen von bis zu 5 Milliarden Euro angehoben.

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