Deutsche Telekom-Aktie: Nächster Paukenschlag!

Die Telekom übernimmt für rund eine Milliarde Euro die polnischen Glasfaseranbieter Fiberhost und Inea und stärkt damit T-Mobile Polska.

Auf einen Blick:
  • Übernahme für rund eine Milliarde Euro
  • T-Mobile Polska wird Komplettanbieter
  • Glasfasernetz für 1,4 Millionen Haushalte
  • Abschluss für Ende 2026 geplant

Die Deutsche Telekom baut ihr Geschäft in Polen deutlich aus. Der Konzern hat nach eigenen Angaben kürzlich die Übernahme von Fiberhost und Inea von Macquarie Asset Management vereinbart.

Der Kaufpreis beziehungsweise Unternehmenswert liegt bei rund 1 Milliarde Euro. Die Transaktion soll voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen werden und steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungen in Polen.

Deutsche Telekom-Aktie: T-Mobile Polska wird zum Komplettanbieter

Für die Deutsche Telekom ist der Deal vor allem strategisch wichtig. T-Mobile Polska war ursprünglich vor allem ein Mobilfunkanbieter. Mit Fiberhost übernimmt die Telekom nun ein eigenes Glasfasernetz, das bereits an mehr als 1,4 Millionen Haushalten vorbeiführt. Inea bringt zusätzlich mehr als 300.000 Kunden für Internet- und TV-Angebote mit.

Damit kann T-Mobile Polska Mobilfunk und Festnetz stärker miteinander verbinden. Kunden könnten beispielsweise Mobilfunk, Glasfaser-Internet und Fernsehen aus einer Hand erhalten. Solche sogenannten konvergenten Angebote sind für Telekommunikationsunternehmen interessant, weil sie die Kundenbindung erhöhen und zusätzliche Einnahmen pro Kunde ermöglichen.

Der Schritt kommt zudem nicht völlig überraschend. T-Mobile Polska nutzt bereits seit Jahren Glasfasernetze anderer Anbieter. Mit dem Kauf von Fiberhost wird aus dem bisherigen Nutzer solcher Infrastruktur nun teilweise deren Eigentümer. Das gibt T-Mobile mehr Kontrolle über den Ausbau und die angebotenen Produkte.

Deutsche Telekom-Aktie: Warum Glasfaser strategisch wichtig ist

Fiberhost betreibt ein sogenanntes Open-Access-Netz. Das bedeutet, dass auch andere Anbieter die Glasfaserleitungen gegen Gebühr nutzen können. Die Telekom kann die Infrastruktur also besitzen, ohne andere Internetanbieter grundsätzlich vom Zugang auszuschließen. Gleichzeitig erhält sie die Kontrolle über ein wichtiges Stück digitaler Infrastruktur in Polen und verdient daran kräftig mit.

Die Übernahme ist deshalb ein weiterer Schritt für die europäische Wachstumsstrategie der Telekom.

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