Deutsche Telekom-Aktie: Da muss man jetzt dabei sein!

Die Deutsche Telekom zeigt erstmals öffentlich ein Funksensorsystem zur Drohnenortung und kooperiert für weitere Abwehrtechnik mit mehreren Partnern.

Auf einen Blick:
  • Telekom präsentiert Drohnenortung in Köln
  • Funksensoren lokalisieren Drohnen und Piloten
  • Rheinmetall ergänzt mögliche Abwehrlösungen
  • Einsatz bei Großveranstaltungen bereits erfolgt

Die Deutsche Telekom baut ihr Geschäft im Sicherheitsbereich weiter aus und hat auf der Digital-X-Messe in Köln erstmals öffentlich ihr System zur Drohnen-Detektion vorgestellt. Die Lösung erkennt Drohnen und deren Piloten über Funksignale und richtet sich insbesondere an Flughäfen, Behörden, Betreiber kritischer Infrastruktur, Industrieunternehmen sowie den Verteidigungssektor.

Im Zentrum stehen passive Radiofrequenz-Sensoren (RF), die die Kommunikation zwischen Drohne und Fernsteuerung erfassen. Dadurch können nicht nur die Drohne selbst, sondern häufig auch der Standort des Piloten identifiziert werden. Zudem lassen sich Informationen zum Drohnenmodell und zur verwendeten Steuerung auslesen.

Deutsche Telekom-Aktie: Drohnenabwehr wird zum neuen Geschäftsfeld

Nach Angaben der Telekom ist der Konzern bereits seit 2016 in diesem Bereich aktiv. Für die Sensorik arbeitet das Unternehmen mit Vorpal aus Israel und Senhive aus Belgien zusammen. Je nach Einsatzgebiet können zusätzlich Kameras, Audiosensoren, Remote-ID-Systeme und Drohnenradare integriert werden.

Darüber hinaus kooperiert die Telekom bei der nächsten Entwicklungsstufe mit der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr und dem Bundesforschungsministerium. Ziel ist es, künftig auch 5G- und 6G-Mobilfunknetze für die Drohnenerkennung einzusetzen.

Deutsche Telekom-Aktie: Kooperation mit Rheinmetall

Bei der Drohnenabwehr arbeitet der Konzern auch unter anderem mit Rheinmetall und ARGUS Interception zusammen. Während die Telekom die Detektion und Datenübertragung liefert, können Partner zusätzliche Abwehrlösungen bereitstellen.

Nach Unternehmensangaben kamen entsprechende Systeme bereits bei der Fußball-EM 2024, Konzerten und weiteren Großveranstaltungen zum Einsatz. Zu den Kunden zählen außerdem Flughäfen, Kommunen, Industrieunternehmen und Einrichtungen der Streitkräfte.

Zur Einordnung: Vor dem Hintergrund steigender Drohnenaktivitäten und der damit einhergehenden Gefahr für die Gesellschaft wächst die Nachfrage nach immer moderneren Antidrohnen-Lösungen rapide. Für die Telekom ergeben sich dadurch interessante Chancen.

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