Hohe Investitionen für wachsende Datenmengen
Der Bonner Telekommunikationskonzern beschleunigt die Modernisierung seiner Netzinfrastruktur vor dem Hintergrund steigender Datenmengen. Wie die Deutsche Telekom am Mittwoch mitteilte, ist mittlerweile rund die Hälfte der konzerneigenen Mobilfunkstandorte modernisiert. Über 80 Prozent dieser Stationen sind bereits über direkte Glasfaserleitungen angebunden. Der Datenverkehr im Netz wächst nach Unternehmensangaben um rund 30 Prozent pro Jahr.
Um dieser Entwicklung zu begegnen, strebt das Unternehmen anspruchsvolle Netzausbauziele an. Für 90 Prozent der Standorte peilt der DAX-Konzern eine Download-Kapazität von einem Gigabit pro Sekunde je Zelle an. Im August gingen bundesweit 115 neue Standorte in Betrieb, während an 401 bestehenden Funkmasten zusätzliche Kapazitäten geschaffen wurden.
Der zügige Ausbau der Mobilfunkmasten bildet das Rückgrat für künftige Technologien und soll die Versorgungssicherheit bundesweit sichern. Neben der reinen Flächenabdeckung steht vor allem die Ausfallsicherheit im Fokus, da bandbreitenintensive Anwendungen im Alltag stetig zulegen.
Glasfaserausbau und neue Vertriebsformate
Parallel dazu treibt der Konzern das kabelgebundene Breitbandgeschäft voran. Im August meldete die Telekom 222.000 zusätzlich gebaute Glasfaseranschlüsse. Damit können 14,1 Millionen Haushalte und Betriebe Tarife von bis zu 2.000 Mbit/s nutzen.
Das stationäre Netz wird zudem durch gezielte Zukäufe und Vertriebsinitiativen erweitert. Die Telekom vereinbarte per Asset Deal den Erwerb der Glasfaserinfrastruktur von ruhrfibre Essen und Metrofibre, dessen Abschluss noch aussteht. Um die persönliche Kundenberatung vor Ort zu stärken, plant das Unternehmen für das Jahr 2027 zudem bundesweit 50 flexible Shop-Formate.
Uneinheitliche Analystenstimmen und anstehender Investorentag
An der Börse reagierten die Marktteilnehmer zum Wochenausklang positiv auf das operative Geschehen. Die T-Aktie schloss am Freitag bei 26,59 Euro, was einem Tagesgewinn von 1,9 Prozent entspricht. Vom 52-Wochen-Hoch bei 34,35 Euro notiert das Papier damit noch ein ganzes Stück entfernt.
Unter den Analystenhäusern gehen die Meinungen über das Kurspotenzial auseinander. Die Privatbank Berenberg bestätigte ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 35,20 Euro.
Medienberichten zufolge beließ Bernstein Research das Votum am Mittwoch auf „Market-Perform“ mit einem Kursziel von 28,10 Euro. Analyst Ulrich Rathe kommentierte dabei Überlegungen zu einem möglicherweise entschärften EU-Zeitplan für den Austausch von Huawei- und ZTE-Netzkomponenten.
Neue Impulse für die Anleger verspricht bereits der Beginn der neuen Handelswoche. Am 5. Oktober richtet die Deutsche Telekom ihren AI Investor Day aus, der zwischen 12 und 18 Uhr per Livestream ausgestrahlt wird.
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