Die Deutsche Telekom hat gestern eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie und Aktienrückkäufe für 2027 von bis zu 2 Milliarden Euro angekündigt. Beide Vorhaben sind geplant; insbesondere das Rückkaufvolumen blieb laut dpa-AFX hinter den Erwartungen am Markt zurück.
Ausschüttungspläne enttäuschen den Markt
Die Nachrichtenagentur nannte die Enttäuschung über den Umfang der angekündigten Rückkäufe als konkreten Auslöser für den Kursrückgang gestern. Auch die angehobene Dividende lag Medienberichten zufolge knapp unter dem von Bloomberg ermittelten Konsens von 1,12 Euro je Aktie.
Die Aktie verlor gestern 1,8% und schloss bei 26,19 €. Damit fiel die Kursreaktion auf die angekündigten Ausschüttungspläne negativ aus.
Analysten setzen unterschiedliche Schwerpunkte
Die DZ Bank senkte gestern den fairen Wert der Deutschen Telekom von 35 auf 33 Euro. Die Einstufung blieb bei „Kaufen“. Analyst Karsten Oblinger begründete die niedrigere Bewertung mit einem geringeren Wertansatz für die Tochter T-Mobile US.
JPMorgan bestätigte gestern dagegen „Overweight“ und das Kursziel von 38 Euro. Analyst Akhil Dattani verwies darauf, dass der Umsatz ohne T-Mobile US die Markterwartung um gut 3 % übertroffen habe. Dazu hätten unter anderem Serviceumsätze sowie Verkäufe von Smartphones und Netzwerk-Hardware beigetragen.
Abseits der Ausschüttungen vereinbarten T-Systems und das Dresdner KI-Infrastrukturunternehmen Sparxity am Dienstag eine Zusammenarbeit. Die auf dem Digitalgipfel unterzeichnete Absichtserklärung betrifft die Integration und Validierung energieeffizienter KI-Chips und Rechensysteme in Telekom-Rechenzentren.
Für den 9. November hat die Deutsche Telekom eine Pressekonferenz in München zur KI-Infrastruktur angekündigt. Sie steht unter dem Motto „KI-Fabrik 2.0: Mehr digitale Souveränität für Kunden in Deutschland und Europa“.
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