Die Deutsche Telekom nutzt das Potenzial der Raumfahrt: Wie der Konzern kürzlich mitteilte, führt er als erster Mobilfunkanbieter weltweit ein Multi‑Orbit‑IoT‑Roaming ein und verbindet damit terrestrische Netze mit Satelliten im GEO‑ und LEO‑Orbit.
Deutsche Telekom-Aktie: IoT-Absicherung durch Satelliten
Die Telekom hat die neue Lösung erstmals mit einem handelsüblichen IoT‑Gerät getestet. Dieses kann je nach Netzverfügbarkeit automatisch zwischen NB‑IoT, LTE‑M und einer Satellitenverbindung wechseln.
Dadurch können IoT-Geräte auch in sehr abgelegenen Gebieten, in denen der Mobilfunk gar nicht oder nur unzuverlässig funktioniert, mit Internet versorgt werden. Jene „Hybrid-Konnektivität“ ist für die sichere Vernetzung unter anderem der kritischen Infrastruktur von Vorteil.
Für die Satellitenanbindung arbeitet die Telekom mit mehreren Partnern zusammen: Skylo stellt die Verbindung zu GEO‑Satelliten her, während Sateliot und OQ Technology die LEO‑Abdeckung liefern. In der zweiten Jahreshälfte 2026 kommt zusätzlich Iridium hinzu, dessen globale LEO‑Konstellation die nicht‑terrestrische Reichweite der Lösung noch einmal deutlich vergrößert.
Der Ansatz kombiniert die Stärken beider Orbit‑Typen: GEO‑Satelliten liefern stabile Abdeckung und kontinuierliche Verbindungen, während LEO‑Satelliten niedrigere Latenzen und bessere Reichweite in abgelegenen Regionen ermöglichen. So entsteht ein robustes, globales IoT‑Netz, das auch dort funktioniert, wo terrestrische Mobilfunkabdeckung fehlt.
Im Pilotprogramm entwickeln 15 Unternehmen und fünf Forschungseinrichtungen neue Anwendungen – von der Fernüberwachung kritischer Infrastrukturen über maritime Tracking‑Lösungen bis hin zu autonomen KI‑Sensorsystemen für Waldbrand‑ und Sicherheitsanalysen.
Deutsche Telekom-Aktie: GEO oder LEO – beides möglich
Die Telekom testet die neue Technik auf Standard‑Hardware wie dem nRF9151‑Modul von Nordic Semiconductor. Dieses Modul vereint erstmals Mobilfunk‑IoT‑Technologien wie NB‑IoT (schmalbandiges Internet der Dinge) und LTE‑M (energieeffizientes Mobilfunk‑IoT) mit NB‑NTN, also nicht‑terrestrischem NB‑IoT über Satelliten. Dadurch kann ein einziges Gerät sowohl über GEO‑ als auch über LEO‑Satelliten kommunizieren.
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