Deutsche Telekom-Aktie: Kein Herz für Kupfer?

Die Deutsche Telekom steht in der Kritik, die Wartung ihres Kupfernetzes zu reduzieren. Eine Wirtschaftskanzlei wirft dem Konzern vor, Störungskriterien abgesenkt zu haben, um Kosten zu sparen.

Auf einen Blick:
  • Vorwurf der reduzierten Kupfernetz-Instandhaltung
  • Kritik an abgesenkten Störungskriterien
  • Mögliche Kosteneinsparungen als Motiv
  • Potenzielle Folgen für Netzqualität und Kunden

Offenbar lässt die Deutsche Telekom bei der Wartung des Kupfernetzes nach. Das zumindest wirft die Wirtschaftskanzlei Raue aus Berlin dem Unternehmen vor, welches nach eigenen Angaben einen Dienstleister vertritt, der von der Telekom für die Instandhaltung von Kupferleitungen beauftragt wird.

Eben solche Aufträge haben seit dem letzten Jahr wohl deutlich nachgelassen, und den Ausführungen der Juristen zufolge steckt dahinter durchaus System. Die Kriterien, laut denen eine Kupferleitung als gestört gilt, seien deutlich abgesenkt worden. In der Folge würden derzeit zum Teil selbst defekte Leitungen noch als intakt eingestuft werden.

Sparmaßnahmen bei der Telekom?

Gegenüber der Kanzlei soll die Telekom die Änderung von Sollwerten wohl eingeräumt haben, wie bei „golem.de“ zu lesen ist. Aus welchen Gründen das passiert sein mag, darauf ging der Konzern bisher allerdings nicht ein. Eine Anfrage der Webseite blieb bisher unbeantwortet.

Ausgegangen werden darf wohl davon, dass die Telekom auf diesem Wege vor allem Kosten einzusparen gedenkt. Schließlich lässt das Wachstum auf dem heimischen Festnetzmarkt schon seit einer Weile zu wünschen übrig und die Inflation lässt sich nur schwierig an die Kundschaft weitergeben. Kostensenkungen erscheinen da eine veritable Alternative darzustellen. Wer noch etwas mehr spekulieren möchte, könnte auch einen Plan erkennen, um das lahmende Geschäft mit Glasfaser pushen zu wollen.

Tut die Telekom sich damit einen Gefallen?

Deutsche Telekom Aktie Chart

Die Telekom-Aktie reagierte auf die Berichterstattung bisher nicht weiter. Fraglich ist allerdings schon, ob das Unternehmen sich mit einem Nachlassen bei der Wartung einen Gefallen tut. Denn vor allem Kunden, die von Ausfällen betroffen sind, dürften darüber nicht besonders erfreut sein und die Angebote der Konkurrenz wirken umso verlockender, je schlechter die Leitung der Telekom funktioniert. Abzuwarten bleibt allerdings noch, wie groß die Einsparungen tatsächlich ausfallen mögen und ob sich daraus merkliche Konsequenzen bei der Netzstabilität ergeben.

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