Deutsche Telekom-Aktie: Jetzt geht es also los!

T-Systems und Apheris erproben eine Infrastruktur, die gemeinsame Gesundheitsforschung ermöglicht, während Patientendaten in den Kliniken bleiben.

Auf einen Blick:
  • T-Systems kooperiert mit KI-Spezialist Apheris
  • Patientendaten verbleiben in den Kliniken
  • Erprobung mit Daten von über 50.000 Patienten
  • Industrial AI Cloud bündelt Rechenergebnisse

Die Deutsche Telekom baut ihr Geschäft im Gesundheitswesen weiter aus. Gemeinsam mit dem KI-Spezialisten Apheris entwickelt die Firmenkundentochter T-Systems eine Lösung, mit der Krankenhäuser und Forschungseinrichtungen medizinische Daten gemeinsam nutzen können, ohne sensible Patientendaten aus der jeweiligen Klinik herauszugeben.

Deutsche Telekom-Aktie: Sichere Datennutzung für Forschung und Medikamentenentwicklung

Kern der Zusammenarbeit sind sogenannte föderierte Datennetzwerke von Apheris. Sie ermöglichen es Forschungsinstituten, Kliniken und Pharmaunternehmen, gemeinsame Analysen und KI-Modelle zu entwickeln. Die zugrunde liegenden Patientendaten verbleiben dabei in den jeweiligen Krankenhäusern und werden nicht zentral gespeichert.

Die technische Infrastruktur stellt T-Systems über seine in Deutschland betriebene Industrial AI Cloud bereit. Dort werden die Rechenergebnisse der einzelnen Teilnehmer zusammengeführt und zu einem gemeinsamen KI-Modell verarbeitet. Für die nötige Rechenleistung kommen unter anderem Nvidia-Prozessoren zum Einsatz.

Nach Angaben der Partner wurde die Technologie bereits in einem Kliniknetzwerk erprobt, das Daten von mehr als 50.000 Patientinnen und Patienten umfasst.

Deutsche Telekom-Aktie: Datenschutz bleibt im Mittelpunkt

Ein wichtiger Vorteil des Ansatzes liegt im Datenschutz. Klinische Forschungsprojekte scheitern häufig an komplexen rechtlichen Vorgaben oder aufwendigen Abstimmungsprozessen zwischen verschiedenen Einrichtungen. Beim sogenannten föderierten Lernen wird nicht der Datensatz zum KI-Modell übertragen, sondern das Modell zu den Daten gebracht. Dadurch bleiben die Informationen stets in der jeweiligen Klinik.

Ferri Abolhassan, Chef von T-Systems, betonte, dass Gesundheitsdaten zu den sensibelsten Daten überhaupt gehörten und deshalb eine sichere und souveräne Infrastruktur erforderlich sei.

Für Anleger zeigt die Kooperation, wie T-Systems neue Wachstumsfelder jenseits des klassischen Telekommunikationsgeschäfts erschließt. Gesundheitswesen und künstliche Intelligenz gehören zu den am schnellsten wachsenden Märkten.

Föderiertes Lernen ermöglicht dabei die gemeinsame Nutzung von Daten für Forschung und Medikamentenentwicklung, ohne die eigentlichen Patientendaten zentral zusammenzuführen. Gerade dieser Ansatz könnte in Europa angesichts strenger Datenschutzregeln an Bedeutung gewinnen.

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