Deutsche Telekom-Aktie: Empfehlungen von allen Seiten!

Die Aktie der Deutschen Telekom hat seit ihrem Januar-Hoch wieder an Wert eingebüßt. Dabei waren die Prognosen der Analysten allesamt optimistisch.

Auf einen Blick:
  • Die Telekom-Aktie hat sich nach ihrem Kursknick zuletzt wieder leicht verbessert
  • Das Januarhoch ist allerdings noch weit entfernt, aller Prognosen zum Trotz
  • Die Analysten halten die Papiere des Bonner Konzerns allesamt für unterbewertet
  • Die Kursziele aus dem Januar etwa liegen zwischen 35,70 und 40 Euro

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Aktie der Deutschen Telekom tut sich weiter schwer. Mitte Januar hatte es kurzzeitig den Anschein, als ob sie sich wieder in Richtung der alten Höchststände aufmachen würde, als die Papiere des Bonner Konzerns bis auf 28,90 Euro anzogen. Danach aber hat sie wieder deutlich abgegeben. Bei 26,63 Euro allerdings fand die Telekom-Aktie in der vergangenen Woche offenbar einen Boden, aktuell notiert sie etwas höher bei rund 27,30 Euro. Von einem echten Aufbäumen ist allerdings nichts zu spüren, aller Kaufempfehlungen und positiven Prognosen zum Trotz.

Deutsche Telekom mit hohen Kurszielen

Denn die Analysten sind sich, nun ja, durch die Bank einig, dass die T-Aktie derzeit unterbewertet ist. Laut marketscreener.com liegt das durchschnittliche Kursziel derzeit bei 36,89 Euro, was einem Kurspotenzial von nicht weniger als 35 Prozent entspricht. Selbst das niedrigste Kursziel aus derzeit 18 Analysen beläuft sich auf 33,00 Euro – und ist demnach mehr als 20 Prozent entfernt. Noch deutlicher wird der Nachholbedarf der Aktie der Telekom, wenn man sich Einschätzungen aus dem Januar vor Augen führt, die auf finanzen.net gelistet sind.

  • UBS : 35,70 Euro, +30,87%
  • JP Morgan: 39,00 Euro, +42,96%
  • Barclays: 40,00 Euro, +46,63%

Analyst sieht nachlassenden Wettbewerbsdruck

Am meisten von der Telekom-Aktie erwartet demnach die britische Investmentbank Barclays. Analyst Maurice Patrick berichtete in seiner Mitte des Monats vorliegenden Branchenstudie von Gesprächen mit Vertretern der großen deutschen Telekommunikationsunternehmen. Er habe den Eindruck gewonnen, dass sich der Wettbewerbsdruck im vierten Quartal nicht erhöht habe, so seine Einschätzung. Er sehe vielmehr „erste Anzeichen, dass dieser 2026 nachlassen könnte“. Eine Konsolidierung innerhalb des Marktes sei durchaus möglich, doch ein Zeitpunkt dafür bleibe ungewiss. Bei der Telekom indes sei sein Vertrauen in eine Erholung „am deutschen Markt gestärkt worden“.

In dieser Woche nun hatte die Schweizer Großbank UBS ihre Einstufung für die Aktie der Deutschen Telekom mit einem fairen Wert von immerhin 35,70 Euro auf „Buy“ belassen. Nach der Kursschwäche seit Mitte des Vorjahres zeichne sich nun eine Trendwende ab, schrieb Polo Tang am Montagabend. Die Kapitalmarkttage von Verizon und T-Mobile US dürften „ebenso ermutigen wie die Telekom-Quartalszahlen Ende Februar“. Soweit, so positiv.

Telekom-Aktie deutlich unter Mehrjahreshoch

Die Anleger hingegen blieben zuletzt dennoch skeptisch – und wollten den Vorgaben nicht folgen. Zwar hat sich die Aktie von ihrem jüngsten Tief wieder etwas absetzen können. Seit ihrem Mehrjahreshoch, ausgebildet bei knapp 36 Euro im März 2025, hat der Telekomunikations-Konzern jedoch noch immer rund ein Viertel seines Börsenwerts eingebüßt.

Telekom mit Herausforderungen – und Chancen

Und in der Tat steht die Deutsche Telekom aktuell vor einem komplexen Spannungsfeld aus Herausforderungen und Chancen. Der intensive Wettbewerb im Mobilfunk- und Glasfasermarkt erhöht den Preisdruck, während gleichzeitig hohe Investitionen in Netzausbau, 5G-Weiterentwicklung und IT-Sicherheit erforderlich sind. Regulatorische Vorgaben und geopolitische Unsicherheiten könnten zusätzliche Risiken darstellen.

Zugleich eröffnen sich der Telekom große Chancen durch den steigenden Bedarf an digitalen Infrastrukturen, Cloud-Lösungen und vernetzten Diensten für Unternehmen und die öffentliche Hand. Der konsequente Ausbau von Glasfaser, innovative Services rund um künstliche Intelligenz (KI) sowie die internationale Stärke der Tochter T-Mobile US bieten durchaus Wachstumspotenzial. Entscheidend wird sein, Effizienz, Nachhaltigkeit und Innovationskraft in Einklang zu bringen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

  • Die Analysten glauben offensichtlich daran, dass den Bonnern das gelingen wird
  • An den Märkten aber ist das offenbar (bislang) noch nicht angekommen

Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 30. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)