Die Deutsche Telekom treibt ihr laufendes Aktienrückkaufprogramm unbeirrt voran. Parallel dazu hat ein Analyst sein Kursziel für den Bonner Konzern nach unten korrigiert, während sich bei der US-Tochter T-Mobile US eine Personalie um erhebliche Kritik von Aktionären dreht. Anleger blicken zudem gespannt auf den anstehenden Halbjahresbericht.
Drittes Update zum Rückkaufprogramm
Am 20. Juli veröffentlichte die Deutsche Telekom die dritte Zwischenmeldung zu ihrem Aktienrückkaufprogramm 2026. Im Zeitraum vom 13. bis zum 17. Juli erwarb der Konzern 1.351.740 eigene Aktien zu einem gewichteten Durchschnittskurs von rund 26,73 Euro. Bereits am 13. Juli hatte das Unternehmen den Kauf von 1.348.210 Aktien im Zeitraum vom 6. bis 10. Juli bestätigt. Seit dem Start am 1. Juli hat die Deutsche Telekom damit insgesamt 3.673.275 eigene Aktien zurückgekauft.
Der jüngste Durchschnittskaufpreis von rund 26,73 Euro liegt nur knapp über dem Freitagsschlusskurs von 26,45 Euro, an dem die Aktie um 1,54 Prozent zulegte. Der Konzern kauft damit weiter in einem Kursniveau ein, das nur unwesentlich vom aktuellen Marktpreis abweicht – ein Signal dafür, dass das Management den laufenden Wert der Aktie offenbar für angemessen hält, unabhängig von kurzfristigen Schwankungen.
Kontinuierliche Rückkäufe in diesem Umfang wirken als struktureller Kaufdruck im Markt und sollen ausstehende Aktien reduzieren. Für Anleger ist das Programm ein verlässlicher Fixpunkt in einem Umfeld, das ansonsten von wechselnden Nachrichten geprägt ist.
Deutsche Bank senkte Kursziel im Rückblick
Am Freitag senkte Robert Grindle, Analyst von Deutsche Bank Research, sein Kursziel für die Deutsche Telekom von 42,00 auf 40,00 Euro, beließ die Einstufung aber bei „Buy“. Als Begründung nannte er zunehmenden Wettbewerbsdruck durch Satelliten-Internetdienste sowie durch KI-Infrastrukturprojekte, die das Geschäftsumfeld der Telekommunikationsbranche verändern könnten. Die Einstufung „Buy“ signalisiert weiterhin Vertrauen in das langfristige Potenzial des Konzerns, auch wenn die kurzfristigen Wachstumsrisiken laut Grindle zugenommen haben.
Die Kurszielsenkung reiht sich in ein Jahr ein, in dem die Aktie seit Jahresbeginn um 4,82 Prozent nachgegeben hat. Der zunehmende Wettbewerb durch neue Technologien dürfte damit auch in den kommenden Quartalen ein Thema für Analysten bleiben.
Aktionärskritik bei T-Mobile US, Blick auf Q2-Zahlen
Bei der US-Tochter T-Mobile US sorgte am Donnerstag ein anderes Thema für Aufsehen: Die Hauptversammlung nahm das neue Vergütungspaket für CEO Srini Gopalan mit 73,3 Prozent der Stimmen an. Im Vorfeld hatten kritische Aktionärsstimmen auf eine massive Steigerung der Bezüge verwiesen, seit Gopalan aus der deutschen Konzernzentrale in die USA gewechselt war. Trotz der Kritik erhielt das Paket damit eine klare Mehrheit.
Für den Gesamtkonzern rückt nun der 6. August in den Fokus: An diesem Tag veröffentlicht die Deutsche Telekom ihren Zwischenbericht für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026. Ein Analysten-Call mit CEO Tim Höttges soll im Anschluss weitere Einblicke in die operative Entwicklung liefern. Investoren dürften dabei genau darauf achten, ob sich der von Grindle beschriebene Wettbewerbsdruck bereits in den Zahlen niederschlägt und wie sich das Rückkaufprogramm auf die Kapitalausstattung des Konzerns auswirkt.
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