Deutsche Telekom-Aktie: An der Spitze!

Die Aktie der Deutschen Telekom hat sich nach ihrem Kursknick wieder leidlich erholt. Dabei war den Bonnern zuletzt ein Sieg gegen die Wettbewerber gelungen.

Auf einen Blick:
  • Die Telekom-Aktie hat sich nach ihrem Kursknick wieder etwas abgesetzt
  • Doch noch immer notieren die Papiere der Bonner deutlich im Monatsminus
  • Dabei hat sich der Konzern nun gegen die Festnetz-Konkurrenz durchgesetzt
  • Auch Analysten bleiben bei der T-Aktie optimistisch, die Kursziele sind hoch

Liebe Leserin, lieber Leser,

die gute Nachricht vorweg: Von ihrem Tiefstand bei einem Kurs von 23,56 Euro am letzten Handelstag im Juni hat sich die Aktie der Deutschen Telekom wieder ein gutes Stück entfernt, um rund neun Prozent. Die schlechte: Auch mit aktuell 25,74 Euro notieren die Papiere des Bonner Konzerns damit gut sieben Prozent im Monatsminus. Daran änderte weder eine aktuelle Analystenempfehlung für die Telekom-Aktie etwas, noch ein klarer Erfolg für das Unternehmen.

Deutsche Telekom mit bestem Festnetz

Denn wie die Telekom mitteilt, biete sie laut einer Studie Deutschlands bestes Festnetz. Mit der Gesamtnote 1,22 („sehr gut“) beleg das Unternehmen Platz eins im bundesweiten Vergleich von Imtest, heißt es. „Der unabhängige Test bestätigt eine Netzleistung, die sich im Alltag bewährt: stabile Verbindungen, zuverlässige Telefonie und eine konstant hohe Leistung, auch bei hoher Auslastung.“

Die Qualität eines Festnetzes beweist sich laut Deutscher Telekom im Alltag. Besonders deutlich zeige sich die Spitzenposition in der Testkategorie Datenübertragung: „Erstmals überhaupt erreichte der diesjährige bundesweite Testsieger Telekom hier die Bestnote 1,0“, wird Imtest zitiert. Ob Videokonferenz im Homeoffice, Streaming auf mehreren Geräten oder datenintensive Cloud-Anwendungen: Das Netz bleibe stabil und liefere konstant hohe Datenraten, auch bei hoher Last, so die Mitteilung. „Unternehmen profitieren ebenfalls, gerade in Zeiten wachsender Datenmengen wird Netzqualität zu einem entscheidenden Standortfaktor.“

Streamen, arbeiten, spielen – gleichzeitig

„Netzqualität entsteht im täglichen Betrieb“, betont Alexander Jenbar, Technikchef (CTO) der Telekom Deutschland. „Entscheidend ist, dass Verbindungen auch dann stabil bleiben, wenn Millionen Menschen gleichzeitig streamen, arbeiten oder spielen. Dafür investieren wir kontinuierlich in Kapazität, Redundanz und eine leistungsfähige Netzinfrastruktur.“

  • Der „Test der Festnetz-Internetanbieter“ von Imtest, dem Verbraucherportal der Funke Mediengruppe, zählt demnach zu den umfangreichsten Netztests in Deutschland
  • Dafür untersuchten Imtest und der Messdienstleister zafaco GmbH zwischen Ende April und Ende Mai 2026 neun Festnetzanbieter anhand von rund 3,8 Millionen Einzelmessungen

Aktie reagiert nicht Kurszielerhöhung

Einen wirklichen Einfluss auf den Aktienkurs der T-Aktie hatte die Nachricht vom Montag allerdings nicht. Das war bereits am Freitag so, als die Papiere sogar leicht von zuvor 25,22 Auf 25,16 Euro nachgaben. Dabei hatte kurz zuvor die britische Investmentbank Barclays das Kursziel für Deutsche Telekom zwar gesenkt, aber lediglich von 39,50 auf 36,50 Euro. Die Einstufung blieb bei einem erwarteten Kursanstieg von mehr als 40 Prozent folglich auf „Overweight“.

Die Aktien der Bonner seien der Branche im bisherigen Jahresverlauf deutlich hinterhergelaufen, schrieb laut Medienberichten Mathieu Robilliard. Die Gründe lägen in einer Verschlechterung des Wettbewerbsumfelds in den USA, Risiken durch Satelliten-Konkurrenz für Breitbandanbieter sowie der möglichen Bildung einer Holding mit der Tochter T-Mobile US. Letztere könnte zulasten der Telekom-Aktionäre gehen. Das aktuelle Kursniveau „preise allerdings bereits sehr negative Szenarien ein“, so Robilliard – zu deutlich für seinen Geschmack.

Optimistische Prognosen für die T-Aktie

Das gilt im Übrigen auch für die anderen Analysten, die sich nach den jüngsten Zahlen der Deutschen Telekom an Prognosen für die Aktie gewagt hatten. Die aufgerufenen Kursziele liegen laut finanzen.net sogar allesamt höher als die von Barclays. Ein Überblick:

  • UBS: 36,60 EUR, +43,92%
  • Goldman Sachs: 40,00 EUR, +57,29%
  • JP Morgan: 40,00 EUR, +57,29%
  • Deutsche Bank: 42,00 EUR, +65,16%

Am zuversichtlichsten war Robert Grindle von der Deutschen Bank: Das erste Quartal sei beruhigend gewesen, schrieb er in seiner Reaktion auf die Quartalszahlen. Er hob die erhöhten Konzernziele und den starken Free Cashflow außerhalb der USA hervor. Ob sich an dieser Lage im zweiten Jahresviertel Entscheidendes geändert hat, werden die Anleger erst in gut einem Monat erfahren. Am 8. August wird die Deutsche Telekom den nächsten Quartalsbericht vorlegen.

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