Deutsche Telekom Aktie: 800 Millionen für Glasfaser-Großauftrag

Symbolbild, KI-generiert

Ein Immobilienauftrag über sieben Millionen Wohneinheiten begleitet zusätzliche Glasfaserinvestitionen und den Ausbau des Telekomnetzes.

Auf einen Blick:
  • 800 Millionen Euro zusätzlich für Glasfaser
  • Auftrag umfasst sieben Millionen Wohneinheiten
  • Goldman Sachs senkt Kursziel auf 38 Euro
  • Telekom strebt 2,5 Milliarden Euro Einsparungen bis 2030 an

Die Deutsche Telekom verstärkt ihre Ausbauoffensive beim Festnetz. Gestern kündigte der Bonner Konzern für die kommenden drei Jahre zusätzliche Investitionen von 800 Millionen Euro in das Glasfasernetz an. Hintergrund ist ein Großauftrag aus der Immobilienwirtschaft, der Anschlüsse für insgesamt sieben Millionen Wohneinheiten umfasst.

Netzkapazitäten wachsen kontinuierlich

Der Schritt folgt auf ein bereits hohes Tempo bei der Erweiterung der deutschen Netzinfrastruktur. Ende September meldete das Unternehmen, allein im August 222.000 zusätzliche Glasfaseranschlüsse fertiggestellt zu haben. Damit erreichte das Netz zu diesem Zeitpunkt 14,1 Millionen Haushalte und Betriebe mit Übertragungsraten von bis zu 2.000 Mbit/s.

Um das Angebot für Geschäftskunden über reine Bandbreite hinaus zu erweitern, vereinbarte der Konzern Ende September zudem eine strategische Partnerschaft mit Cloudflare. Die Kooperation bündelt Sicherheits- und Konnektivitätslösungen für Unternehmenskunden in Europa.

Mit diesen Schritten zielt die Telekom darauf ab, ihre führende Marktposition im Heimatmarkt langfristig abzusichern und neue Erlösquellen bei Gewerbekunden zu erschließen.

Analysten sehen Kostensenkungen positiv

An der Börse wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt. Medienberichten zufolge passte Goldman Sachs am Montag das Kursziel für den DAX-Konzern von 40 auf 38 Euro an, beließ die Einstufung jedoch auf „Buy“. Das Analysehaus hob hervor, dass die erhöhten Einsparziele bei erfolgreicher Umsetzung weiteres Schätzungspotenzial für die Aktie eröffnen könnten.

Beim jüngsten KI-Investorentag bestätigte das Management seine Finanzprognose sowie die mittelfristigen Ziele. Die Telekom peilt an, bis 2030 Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Euro bei indirekten Kosten gegenüber 2023 zu erzielen.

Mit einem gestrigen Schlusskurs von 26,44 Euro notiert die Aktie 23 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier einen Rückgang um 4,9 Prozent. Konkrete Einblicke in den laufenden Geschäftsbetrieb erhalten Anleger am 5. November 2026, wenn die Deutsche Telekom ihre Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2026 vorlegt.

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