Rekordquoten bei MagentaTV, wachsendes Glasfasernetz, ein laufendes Milliarden-Rückkaufprogramm — operativ läuft es rund bei der Deutschen Telekom. Die Aktie zeigt davon wenig. Sie schloss am Mittwoch bei 24,24 Euro, nach einem Kursrutsch von 7,30 Prozent binnen einer Woche.
Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 13,02 Prozent zu Buche. Auf Sicht von 30 Tagen büßte das Papier sogar 16,18 Prozent ein. Vom 52-Wochen-Hoch bei 34,35 Euro aus dem Februar 2026 trennen die Aktie mittlerweile 29,43 Prozent.
MagentaTV surft auf der WM-Welle
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 beschert dem Medienbereich der Telekom kräftigen Rückenwind. MagentaTV überträgt exklusiv alle Spiele der K.o.-Phase. Bereits nach der Gruppenphase meldete die Plattform eine „Rekord-WM“ mit deutlich steigenden Zuschauerzahlen und neuen Abonnements.
Der Erfolg zeigt, wie wichtig exklusive Inhalte für das Geschäft geworden sind. Telekommunikation und Streaming wachsen bei der Telekom zunehmend zusammen.
Netzausbau läuft auf Hochtouren
Auch abseits der Bildschirme investiert der Konzern kräftig. Im Mai 2026 gingen 83 neue Mobilfunkstandorte ans Netz. Das Glasfasernetz wuchs im selben Monat um 173.000 Anschlüsse.
Damit haben inzwischen 13,4 Millionen Haushalte und Betriebe Zugang zu Tarifen mit bis zu 2.000 Mbit/s. In Nachrodt-Wiblingwerde profitieren rund 2.090 Haushalte und Unternehmen von den neuen Glasfaseranschlüssen. Die Investitionen in 5G und Glasfaser sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns langfristig sichern.
Dritte Tranche des Aktienrückkaufs gestartet
Am 1. Juli 2026 startete die Telekom die dritte Tranche ihres Aktienrückkaufprogramms. Bis zum 30. September 2026 will der Konzern eigene Aktien im Wert von bis zu 560 Millionen Euro über Xetra kaufen.
Diese Tranche ist Teil eines größeren Programms mit einem Gesamtvolumen von bis zu 2 Milliarden Euro. Das Management will es bis Ende 2026 abschließen. Die zurückgekauften Aktien sollen größtenteils eingezogen werden, ein kleiner Teil fließt in Vergütungsprogramme für Führungskräfte und Mitarbeiter.
Was die Chartbild-Daten zeigen
Trotz der operativen Fortschritte bleibt der Kurs unter Druck. Der Relative Strength Index liegt bei 25,9 — ein Wert, der auf eine überverkaufte Aktie hindeutet. Zum 50-Tage-Durchschnitt von 27,63 Euro fehlen der Aktie aktuell 12,26 Prozent.
Vom 52-Wochen-Tief bei 23,54 Euro, erreicht am 30. Juni 2026, hat sich das Papier bislang nur um 2,97 Prozent erholt. Die Diskrepanz zwischen operativer Stärke und Kursschwäche bleibt damit bestehen.
Bis zum 30. September 2026 läuft die aktuelle Rückkauftranche. Bis dahin dürfte sich zeigen, ob die operativen Fortschritte bei MagentaTV und im Netzausbau auch im Kurs ankommen.
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