Die Deutsche Rohstoff bereitet sich nach einem finanziell erfolgreichen ersten Halbjahr auf eine massive Ausweitung ihrer operativen Tätigkeiten vor. Mit einer erweiterten Bohrstrategie und dem Ziel, die tägliche Fördermenge in den kommenden Monaten signifikant zu steigern, untermauert das Management seine Wachstumsambitionen für das Gesamtjahr 2026.
Rekordzahlen im ersten Halbjahr und optimistische Prognose
In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte der Konzern seine Ertragskraft deutlich unter Beweis stellen. Laut Halbjahresbericht stieg der Umsatz auf 110,0 Millionen Euro, verglichen mit 102,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Besonders kräftig legte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zu, das einen Wert von 205,0 Millionen Euro erreichte. Unter dem Strich verblieb ein Konzernergebnis von 134,7 Millionen Euro, was einem Gewinn je Aktie von 28,42 Euro entspricht.
Diese starke finanzielle Basis ermöglichte es dem Unternehmen, trotz hoher Investitionen in Höhe von 143 Millionen Euro einen positiven Free Cash Flow von 42,5 Millionen Euro zu erwirtschaften.
Für das gesamte Jahr 2026 zeigt sich die Unternehmensführung entsprechend zuversichtlich und bestätigte das Ziel eines Umsatzkorridors zwischen 300 Millionen und 320 Millionen Euro sowie ein EBITDA von 380 Millionen bis 400 Millionen Euro.
Die Erreichung dieser Ziele scheint vor allem durch eine deutlich stärkere zweite Jahreshälfte abgesichert zu sein. Für diesen Zeitraum stellt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 190 Millionen und 210 Millionen Euro in Aussicht. Diese Kalkulation basiert auf der konservativen Annahme eines Ölpreises von 75 US-Dollar je Barrel.
Ausbau der Bohrprogramme treibt Fördermengen
Die Grundlage für die erwartete Umsatzbeschleunigung ist die operative Ausweitung in den US-amerikanischen Fördergebieten. Das Unternehmen teilte mit, das Bohrprogramm Anfang August um sechs auf nun insgesamt 32 Bruttobohrungen erweitert zu haben. Diese Maßnahme soll die Produktion im zweiten Halbjahr auf durchschnittlich rund 25.000 Barrels Öl-Äquivalent pro Tag (BOEPD) anheben.
Dies entspräche einer massiven Steigerung gegenüber dem bisherigen Jahresverlauf. Im zweiten Quartal 2026 lag die durchschnittliche Produktion noch bei 14.803 BOEPD. Für das gesamte Jahr rechnet der Konzern nun mit einer Fördermenge von 18.500 bis 20.000 BOEPD. Die operative Stärke und die gezielten Investitionen gelten dabei als zentrale Treiber dieser Entwicklung.
An der Börse wurde die Entwicklung der vergangenen Wochen mit Interesse verfolgt. Das Papier schloss am Freitag bei 87,40 Euro, was einem Plus von 1,8 Prozent entspricht. Im bisherigen Jahresverlauf verzeichnet der Wert damit einen Zuwachs von 79 Prozent.
Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial
Die positiven operativen Nachrichten und die soliden Finanzdaten stießen auch bei Experten auf Zustimmung. Am vergangenen Mittwoch hoben die Analysten von First Berlin Equity Research ihr Kursziel für den Titel von 115,00 Euro auf 125,00 Euro an und bestätigten ihre Kaufempfehlung.
Als wesentliche Gründe für die optimistische Einschätzung nannten die Experten neben einem höheren Öl-Futures-Strip vor allem die Wertsteigerung der Beteiligung an Almonty. Der Wert dieses verbleibenden Anteils sei seit der vorherigen Analyse am 10. August um rund 20 Prozent gestiegen.
Medienberichten zufolge reagierte die Aktie nach der Vorlage des Halbjahresberichts zunächst volatil. Dennoch bleibt der Tenor der Marktbeobachter positiv, da die Kombination aus steigenden Förderraten und einer soliden Bilanzstruktur eine gute Ausgangslage für die kommenden Quartale bietet. Der geplante Produktionsanstieg im zweiten Halbjahr gilt dabei als entscheidender Faktor für die Erreichung der ehrgeizigen Jahresziele.
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