Ein Jahr nach dem Verlustschock zeigt die Deutsche Pfandbriefbank wieder schwarze Zahlen. Im zweiten Quartal verdiente der Gewerbeimmobilien-Finanzierer vor Steuern und unter dem Strich 10 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal stand ein Nettoverlust von rund 270 Millionen Euro in den Büchern, verursacht durch den Ausstieg aus dem defizitären US-Geschäft.
Die Aktie reagierte auf die Zahlen zunächst mit leichten Abgaben. An der grundsätzlichen Richtung ändert das wenig — die Bank aus Garching bei München arbeitet sich Quartal für Quartal aus der Krise heraus.
Zinsüberschuss schrumpft, Risikokosten sinken
Der Rückzug aus den USA hinterlässt weiterhin Spuren in der Ertragsstruktur. Der Zinsüberschuss fiel im Jahresvergleich von 104 auf 81 Millionen Euro, weil das Kreditbuch schlicht kleiner geworden ist. Der entscheidende Unterschied zum Vorjahr liegt jedoch woanders: Es fielen keine zusätzlichen Risikokosten in den USA mehr an.
Die Risikovorsorge für drohende Kreditausfälle sank auf 11 Millionen Euro. Genau diese Position hatte die Bilanz 2025 zerschossen — ihr Rückgang ist der eigentliche Grund für die Rückkehr in die Gewinnzone.
Neugeschäft wächst zweistellig
Während das Altgeschäft schrumpft, expandiert das Neugeschäft kräftig. Im ersten Halbjahr kamen 3,1 Milliarden Euro zusammen, ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bankchef Kay Wolf bezeichnete die Entwicklung der ersten beiden Quartale als Beleg dafür, dass die Transformation „auf einem guten Weg“ sei.
Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an seinen Zielen fest: Ein Vorsteuergewinn von 30 bis 40 Millionen Euro soll es werden, nach 16 Millionen Euro im ersten Halbjahr. Beim Neugeschäft peilt die Bank weiterhin 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro an.
Die kommenden Quartale müssen zeigen, ob das margenstärkere Neugeschäft den Rückgang der Zinserträge aus dem Altbestand kompensieren kann. Bislang liefert die Bank die Zahlen, die sie selbst angekündigt hat — ohne Überraschungen nach oben oder unten.
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