Deutsche Pfandbriefbank Aktie: Zinsen auf Höchststand seit 2007

Trotz Rückkehr in die Gewinnzone leidet die Pfandbriefbank-Aktie unter steigenden US-Renditen. Charttechnische Marken rücken in den Fokus.

Auf einen Blick:
  • Ergebnis dreht auf 16 Millionen Euro
  • Risikovorsorge deutlich reduziert
  • US-Zinsanstieg belastet Aktienkurs
  • Unterstützungszone bei 3,20 bis 3,30 Euro

Die Deutsche Pfandbriefbank schreibt wieder schwarze Zahlen. Dennoch reagiert der Aktienkurs kaum auf die operativen Fortschritte. Stattdessen bestimmen globale Sorgen das Bild.

Steigende US-Anleiherenditen setzen zinssensitive Titel unter Druck. Die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen in den USA kletterte auf den höchsten Stand seit 2007. Parallel dazu verteuert sich Rohöl spürbar.

Diese Dynamik schürt Ängste vor anhaltend hoher Inflation. Höhere Refinanzierungskosten belasten das Geschäftsmodell der Immobilienfinanzierer direkt. Das US-Finanzministerium versucht zwar, durch den Rückkauf langlaufender Papiere gegenzusteuern. Marktteilnehmer zweifeln jedoch an der Wirksamkeit dieser Intervention.

Dabei lieferte die Bank im ersten Halbjahr solide Zahlen. Das Ergebnis vor Steuern drehte auf 16 Millionen Euro ins Plus. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein deutlicher Verlust von 249 Millionen Euro. Ein wesentlicher Treiber war die Normalisierung der Risikovorsorge. Diese sank drastisch auf minus 13 Millionen Euro.

Offensichtlich zahlt sich der strategische Rückzug aus dem US-Gewerbeimmobilienmarkt bereits aus. Dort fielen keine nennenswerten neuen Belastungen an. Das Risiko im Portfolio scheint nun besser kontrollierbar.

An der Börse verblasst dieser Erfolg schnell. Die Aktie notiert aktuell bei 3,40 Euro. Damit rückt die Unterseite der aktuellen Seitwärtsbewegung wieder in den Fokus. Chartanalysten beobachten nun die Unterstützungszone zwischen 3,20 und 3,30 Euro.

Ein Durchbruch nach unten könnte den Kurs in Richtung der runden Marke von 3,00 Euro drücken. Selbst ein Test des Jahrestiefs bei 2,71 Euro erscheint dann möglich.

Die Aktie bleibt eine Geisel des globalen Zinsumfelds. Solange der Renditedruck in den USA anhält, haben fundamentale Verbesserungen einen schweren Stand. Anleger richten den Blick nun auf die charttechnischen Haltezonen.

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