Die Deutsche Pfandbriefbank zeigt ein gespaltenes Bild. Das operative Neugeschäft in Europa wächst. Gleichzeitig drückt der strategische Rückzug aus den USA tief in die Bilanz. Die Aktie verlor am Freitag 4,75 Prozent auf 3,45 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf 17,2 Prozent.
Ergebnis halbiert sich
Am Dienstag legte das Institut die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Das Vorsteuerergebnis brach von 28 Millionen auf 6 Millionen Euro ein. Der Gewinn nach Steuern sank von 24 auf 5 Millionen Euro. Hauptgrund sind die Kosten für den Abzug vom US-Gewerbeimmobilienmarkt. Hinzu kommen gesunkene Zinseinnahmen.
Immerhin kommt die Risikoreduzierung voran. Das Volumen notleidender Kredite im US-Portfolio schrumpfte von 900 auf rund 600 Millionen Euro. Der Vorstand will die Altlasten 2026 um mindestens die Hälfte abbauen.
Europa zeigt Dynamik
Das Kerngeschäft in Europa läuft dagegen besser. Das Neugeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung stieg im ersten Quartal um 18 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Die Bank verringert ihre Abhängigkeit von riskanten Übersee-Märkten.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte das Management die Prognose. Der Vorsteuergewinn soll zwischen 30 und 40 Millionen Euro liegen. Die operativen Erträge werden in einer Spanne von 375 bis 425 Millionen Euro erwartet. Das Neugeschäftsziel bleibt bei bis zu 8,5 Milliarden Euro.
Hauptversammlung im Fokus
In den kommenden Wochen findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Dort muss der Vorstand detailliert zur weiteren Strategie Stellung nehmen. Ein zentraler Punkt: die Kernkapitalquote. Sie lag zuletzt bei 13,4 Prozent.
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Die Aktie notiert rund 17 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Der relative Stärkeindex liegt bei 64,2 – neutral. Marktbeobachter rechnen mit technischen Gegenbewegungen. Kurz gesagt: Die nächste Woche entscheidet, ob sich das Papier über 3,40 Euro stabilisieren kann. Gelingt das, bleibt die Erholung seit dem März-Tief intakt.
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