Der Rückzug aus dem US-Geschäft sollte aufräumen – doch er hat die Deutsche Pfandbriefbank 2025 tief in die Verlustzone gedrückt. Gleichzeitig setzt das Management auf eine Neuausrichtung in Europa, die aber Zeit braucht. Kann die Bank nach diesem harten Schnitt bis 2028 wieder auf Kurs kommen?
US-Rückzug reißt Ergebnis ins Minus
Unter dem Strich meldete die pbb für 2025 einen Nettoverlust von 284 Mio. Euro, nachdem 2024 noch ein Gewinn von 90 Mio. Euro zu Buche stand. Auch vor Steuern kippte das Bild klar: −250 Mio. Euro nach +104 Mio. Euro im Vorjahr.
Der Haupttreiber steckt in der Risikovorsorge. Rückstellungen und Abschreibungen für ausfallgefährdete Kredite stiegen von 170 Mio. Euro auf 410 Mio. Euro. 334 Mio. Euro davon entfielen auf die USA und die Projektfinanzierung. Entsprechend rutschte die Rendite auf das materielle Eigenkapital auf −10,6%.
Dividendenstopp und vorsichtiger Blick nach vorn
Für Aktionäre kommt ein weiterer Dämpfer hinzu: Die Dividende für 2025 wird ausgesetzt. Für 2024 hatte es noch 0,15 Euro je Aktie gegeben.
Für 2026 bleibt der Ausblick bewusst zurückhaltend. Die operativen Erträge sieht der Vorstand bei 375 bis 425 Mio. Euro (nach 422 Mio. Euro im Vorjahr) – tendenziell eher darunter als darüber. Der erwartete Vorsteuergewinn liegt nur bei 30 bis 40 Mio. Euro. Begründung: Das Neugeschäft in Europa kann den Wegfall der US-Kredite nur schrittweise ersetzen.
Auch die mittelfristige Planung wurde gestreckt. CEO Kay Wolf spricht von einer „deutlich einschneidenderen“ Transformation, die länger dauert. Das Renditeziel wurde daher von 2027 auf 2028 verschoben. Bis dahin sollen die Erträge auf rund 600 Mio. Euro steigen, die Rendite auf das materielle Eigenkapital auf etwa 8%.
Deutsche Pfandbriefbank AG Aktie Chart
Aktie schwach – Bericht soll Klarheit bringen
Am Markt spiegelt sich die Enttäuschung in einem klaren Abwärtstrend: Mit 3,05 Euro markiert die Aktie heute ein 52‑Wochen‑Tief und liegt in den vergangenen 30 Tagen 28,10% im Minus (12 Monate: −47,50%). Der Abstand zum 200‑Tage‑Durchschnitt beträgt −34,85% – ein Hinweis, wie stark der Titel zuletzt unter Druck stand.
Operativ zeigt die Neuausrichtung dennoch erste Aktivität: Das Neugeschäft mit Krediten stieg 2025 um knapp ein Viertel auf 6,3 Mrd. Euro. Trotz этого sank der Kreditbestand wegen des US-Rückzugs per saldo auf 27,3 Mrd. Euro (−1,7 Mrd. Euro). Für 2026 erwartet die Bank ein Portfolio von 27 bis 28 Mrd. Euro.
Konkreter wird es am 23. März 2026, wenn der Konzernjahresbericht veröffentlicht wird. Dann dürfte sich zeigen, wie belastbar die Planung mit 30–40 Mio. Euro Vorsteuergewinn und 375–425 Mio. Euro operativen Erträgen für 2026 tatsächlich ist – und ob der Weg Richtung 2028 mit den neuen Zielen operativ untermauert wird.
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