Nach der schmerzhaften Trennung vom US-Geschäft wagt die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) den Neustart. Zehn Monate lang hielt sich das Institut am unbesicherten Kapitalmarkt zurück. Nun kehrt die Bank mit einer neuen Anleihe zurück und sendet ein Signal der Stabilität an die Investoren.
Neustart nach US-Exit
Der Ausstieg aus dem US-Immobilienmarkt im März 2026 markierte eine Zäsur für das Unternehmen. Hohe Abschreibungen in diesem Sektor drückten das Jahresergebnis 2025 tief in die roten Zahlen. Die pbb konzentriert sich fortan wieder auf europäische Kernmärkte wie Logistik- und Büroimmobilien.
Die Rückkehr an den Markt für unbesicherte Anleihen gilt als wichtiger Vertrauensbeweis. Parallel dazu vergab die Bank eine Kreditfazilität über 123 Millionen Euro an Cerberus und Revetas. Dieses Geschäft unterstreicht den Fokus auf die Finanzierung gewerblicher Projekte in Europa.
Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete die Bank bereits einen Vorsteuergewinn von 6 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand ein operatives Ergebnis zwischen 375 und 425 Millionen Euro an. Der angestrebte Gewinn vor Steuern soll am Jahresende bei 30 bis 40 Millionen Euro liegen.
Kurs erholt sich mühsam
An der Börse reagieren Marktteilnehmer am Donnerstag wohlwollend auf die Nachrichten. Die Aktie legt um 1,09 Prozent auf 3,33 Euro zu. Trotz der aktuellen Stabilisierung bleibt die Bilanz seit Jahresbeginn mit einem Minus von 20 Prozent belastet.
Vom Tiefstand im März bei 2,71 Euro hat sich das Papier inzwischen deutlich abgehoben. Dennoch notiert der Kurs weiterhin rund 41 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Der Markt wartet nun darauf, ob die strategische Neuausrichtung dauerhaft Früchte trägt.
Die pbb plant für das restliche Geschäftsjahr Refinanzierungen in Höhe von knapp 2 Milliarden Euro. Davon sollen zwei bis drei große Benchmark-Emissionen den Kapitalbedarf decken. Gelingen diese Platzierungen zu attraktiven Konditionen, festigt die Bank ihre Basis für die Rückkehr in die Gewinnzone.
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