Die Deutsche Pfandbriefbank zieht einen Schlussstrich unter ihr US-Geschäft. Bis Ende 2026 will das Institut den dortigen Gewerbeimmobilienmarkt vollständig verlassen. Dieser radikale Schritt soll Risiken minimieren und Platz für europäische Projekte schaffen.
Technische Schwäche belastet den Kurs
Ein aktueller Performance-Check stuft die Aktie am Wochenende mit einem „D-Rating“ ein. Hohe Volatilität und eine schwache Kurskonstanz belasten das Papier seit Monaten. Seit Jahresbeginn verlor der Titel rund 16,32 Prozent an Wert.
Mit einem Schlusskurs von 3,49 Euro notiert die Aktie zwar über dem 50-Tage-Schnitt. Sie bleibt jedoch deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 3,99 Euro. Der Relative-Strength-Index signalisiert mit einem Wert von 52,9 derzeit eine neutrale Marktlage.
Fokus auf europäische Logistik
Der neue Aufsichtsratschef Jan Kupfer setzt konsequent auf Europa. Das operative Gewicht verschiebt sich spürbar weg von Übersee. Vor allem Logistikprojekte in Prag und Warschau stehen nun im Zentrum der Aktivitäten.
Das Neugeschäft im ersten Quartal wuchs bereits auf 1,3 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 1,1 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr peilt das Management ein Volumen von bis zu 8,5 Milliarden Euro an.
Analysten heben das Kursziel an
Deutsche Bank Research zeigt sich vorsichtig optimistisch. Die Analysten hoben das Kursziel auf 3,80 Euro an, bleiben aber bei ihrer Einstufung auf „Hold“. Sie begründen dies mit dem soliden Ergebnis zum Jahresstart.
Der Vorsteuergewinn im ersten Quartal lag bei dünnen 6 Millionen Euro. Dennoch hält der Vorstand an seiner Prognose für 2026 fest. Er erwartet ein Vorsteuerergebnis zwischen 30 und 40 Millionen Euro.
Im August stehen die Zahlen zum zweiten Quartal an. Dann muss die Bank zeigen, ob die Integration der Deutsche Investment Gruppe die Provisionsüberschüsse steigert. Nur so sinkt die Abhängigkeit vom schwankenden Zinsgeschäft dauerhaft.
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