Deutsche Lufthansa-Aktie: Bloß keine Panik!

Lufthansa-Vertriebsvorstand Vranckx verspricht gesicherte Treibstofflieferungen und volle Ticket-Erstattung bei Flugausfällen.

Auf einen Blick:
  • Kerosinversorgung an Drehkreuzen gesichert
  • Ausfälle durch Lieferungen aus anderen Regionen kompensiert
  • Volle Erstattung bei Flugausfällen zugesichert
  • Aktie erholt sich von Kriegsverlusten

Die Deutsche Lufthansa blick zuversichtlich auf den Sommer: In einem konzerninternen Interview hat Vertriebsvorstand Dieter Vranckx Entwarnung für die bevorstehende Sommersaison gegeben. Trotz des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten sei die Kerosinversorgung an allen wichtigen Standorten gesichert.

Lufthansa-Aktie: Lieferketten werden umgeleitet, Raffinerien arbeiten auf Hochtouren

Vranckx erklärte, an allen sechs europäischen Drehkreuzen der Gruppe – Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom – gebe es seitens der Lieferanten keine Hinweise auf Engpässe.

Zwar müsse rund ein Viertel der für Europa bestimmten Kerosinmengen normalerweise die durch den Nahostkonflikt belastete Straße von Hormus passieren. Dieser Ausfall werde jedoch durch erhöhte Lieferungen aus anderen Regionen wie Nordamerika und Afrika sowie durch eine auf Maximum gefahrene europäische Raffineriekapazität ausgeglichen, so der Lufthansa-CCO.

Lufthansa-Aktie: Vollständige Erstattung bei Flugausfall zugesagt

Kunden rief Vranckx ausdrücklich dazu auf, Reisen ohne Bedenken zu buchen. Sollte es wider Erwarten doch zu Flugausfällen kommen, werde entweder umgebucht oder der volle Ticketpreis erstattet – ohne Einschränkungen und für alle Airlines der Gruppe. Diese Garantie gelte unabhängig von der gebuchten Airline innerhalb des Konzernverbunds, zu dem neben Lufthansa auch Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und weitere Töchter gehören.

Zur Einordnung: Die Deutsche Lufthansa-Aktie geriet nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar unter die Räder – wegen der sicherheitsbedingten Einschränkungen für den Luftverkehr, der Befürchtungen bezüglich einer möglichen Kerosin-Mangellage und der Angst, dass viele Verbraucher Flugreisen meiden könnten. Inzwischen hat der Titel einen Teil dieser Kursverluste wieder aufgeholt (Stand: 27.05.2026, 10:45 Uhr).

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