Die Deutsche Bank stärkt die Partnerschaft mit ihrer Fondsgesellschaft DWS. Im Fokus: das Discretionary Portfolio Management (DPM) – also die diskretionäre Vermögensverwaltung, bei der die Bank Anlageentscheidungen eigenständig im Namen des Kunden trifft.
Deutsche Bank-Aktie: Geldkonzern will stärker auf DWS-Plattform zurückgreifen
Laut Pressemeldung will der Frankfurter Geldkonzern nun stärker auf die institutionelle Investment- und Ausführungsplattform von DWS zugreifen. Trotzdem bleibt die inhaltliche Steuerung, also die strategische Vermögensallokation, das Portfoliodesign und die Investmentstrategie, bei der Deutschen Bank.
Durch die engere Verzahnung sollen die Stärken beider Häuser kombiniert werden: die kundenzentrierte Beratung der Deutschen Bank und die Skalierung sowie Robustheit der DWS‑Infrastruktur. Für Kunden ändert sich an den Grundstrukturen des DPM nichts – Vermögenswerte bleiben in individuellen Konten bei der Deutschen Bank, ebenso verbleiben Produktverantwortung und Markenführung vollständig im Haus.
Deutsche Bank betont Wachstumschancen beim Vermögensmanagement
Claudio de Sanctis, Leiter der Private Bank, sieht in der Kooperation einen wichtigen Schritt, um das Wachstum im Vermögensmanagement zu beschleunigen. Ziel sei es, das DPM‑Volumen innerhalb von drei Jahren zu verdoppeln. Auch DWS‑Chef Stefan Hoops betont, dass eine engere Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns zusätzliche Wertschöpfung ermögliche und bessere Ergebnisse für Kunden liefere.
Zur Einordnung: Die DWS Group verwaltet ein Gesamtvermögen von etwa 1,085 Billionen Euro und ist damit ein führender Vermögensverwalter Europas. Das inzwischen börsennotierte Unternehmen ist eine Abspaltung der Deutschen Bank, die weiterhin die Mehrheit an DWS hält. Für den Frankfurter Konzern ist die Fondstochter eine wichtige Ertragsquelle und ein zentraler Baustein für das Geschäft mit privaten und institutionellen Anlegern.
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