Die Deutsche Bank-Aktie legte am Mittwochvormittag leicht um 0,26 % auf 27,0 Euro zu. Das 1-Monats-Minus verringerte sich damit etwas auf -2,58 % (Stand: 20.05.2026, 9:45 Uhr).
Kürzlich hat das Frankfurter Geldhaus erneut das Potenzial von Künstlicher Intelligenz betont. So hat das Institut bereits im Dezember 2025 eine neue KI-gestützte Plattform namens TPRM AI eingeführt, die den Prozess der Lieferantenprüfung grundlegend beschleunigt.
Steve Jack, Leiter des globalen Beschaffungs- und Lieferantenmanagements, schilderte in einem Blogbeitrag, wie das System in der Praxis funktioniert und welche Ergebnisse es bislang liefert.
Deutsche Bank-Aktie: 30 Minuten auf zwei Minuten reduziert
Kern der Plattform ist ein Zusammenspiel mehrerer spezialisierter KI-Agenten, die nacheinander arbeiten: Der erste ruft die relevanten Prüffragen ab, der zweite wertet die eingereichten Lieferantendokumente aus und formuliert Antwortvorschläge, der dritte empfiehlt ein abschließendes Ergebnis und verweist dabei auf die zugrundeliegenden Stellen im Dokument. Die endgültige Entscheidung treffen weiterhin menschliche Gutachter.
Der Zeitgewinn ist erheblich: Wo eine manuelle Prüfung eines einzelnen Nachweisdokuments bislang rund 30 Minuten beanspruchte, analysiert die Plattform heute bis zu fünf Dokumente in weniger als zwei Minuten. Bei umfangreicheren Prüfpaketen – etwa, wenn ein Dienstleister seine Notfallplanung in vier bis fünf Dateien nachweist – schrumpft der Aufwand laut dem Manager von rund drei Stunden auf etwa 30 Minuten.
Deutsche Bank-Aktie: 90 Prozent Trefferquote, Mensch behält das letzte Wort
Bei internen Validierungen erreicht das System nach Angaben der Bank eine Genauigkeit von rund 90 Prozent bei den empfohlenen Ergebnissen. Jack betont dabei ausdrücklich, dass die Entscheidungshoheit bei geschulten Fachkräften verbleibt – ein Grundsatz, den die Deutsche Bank unter dem Begriff „verantwortungsvolle KI“ verankert hat.
Da das System cloudbasiert ist, lässt es sich bei wachsendem Prüfvolumen flexibel ausweiten. Die Bank sieht darin erhebliches Potenzial zur Kostenvermeidung und will den Ansatz künftig auf weitere Bereiche der Risikoprüfung ausweiten.
Zur Einordnung: Das Beispiel zeigt, wie Großbanken KI zunehmend nicht mehr nur für Kundenprodukte, sondern tief im internen Betrieb einsetzen. Für Anleger ist es ein Zeichen, dass der Konzern regulatorisch sensible Prozesse gezielt automatisiert – mit dem Ziel, bei steigendem Prüfaufwand durch wachsende Regulierungsanforderungen ohne proportional steigende Kosten zu skalieren.
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