Die Deutsche Bank hat das Jahr mit einem Paukenschlag abgeschlossen. Die Handelserlöse im Bereich Anleihen und Währungen kletterten im vierten Quartal um 6 Prozent auf 2 Milliarden Euro. Das beste vierte Quartal aller Zeiten, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit 1,94 Milliarden Euro gerechnet.
Dazu kommt ein weiterer Aktienrückkauf über 1 Milliarde Euro, den die Aufsicht genehmigt hat. Zusammen mit einer Dividende von 1 Euro je Aktie schüttet die Bank damit 50 Prozent des letztjährigen Gewinns aus. CEO Christian Sewing kann sich über diese Zahlen freuen, wäre da nicht die Razzia vom Mittwoch gewesen.
Die Razzia wirft Schatten auf den Erfolg
Denn just einen Tag vor der Zahlenvorlage durchsuchten Ermittler die Frankfurter Zentrale. Es geht um Geldwäsche-Vorwürfe im Zusammenhang mit Geschäften von Firmen des sanktionierten Oligarchen Roman Abramowitsch. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum 2013 bis 2018. Die Bank beteuert volle Kooperation.
Für Sewing ist das ein frischer juristischer Ärger, nachdem er in seinen ersten Amtsjahren bereits kostspielige Altlasten abarbeiten musste. Seitdem haben höhere Zinsen und ein globaler Handelsaufschwung der Bank geholfen, die Wende zu schaffen. Im November hatte Sewing ein wichtiges Renditeziel angehoben und versprochen, 60 Prozent der Gewinne auszuschütten.
Die Eigenkapitalrendite lag im Gesamtjahr bei 10,3 Prozent und damit im Rahmen der Jahresprognose. Anleger werden jetzt genau beobachten, ob die juristischen Probleme die positive Entwicklung bremsen können. Die starken Handelszahlen zeigen jedenfalls, dass das operative Geschäft läuft.
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