Risikotransfer für Milliardenportfolio
Die Deutsche Bank prüft neue Schritte zur Steuerung ihrer Bilanz. Laut einem Bericht von Bloomberg plant das Institut einen möglichen signifikanten Risikotransfer. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht ein Kreditportfolio von rund 2 Mrd. US-Dollar. Die zugrunde liegenden Forderungen stammen aus dem Bereich der sogenannten Subscription-Line-Kredite.
Das Vorhaben befindet sich in einer frühen Phase. Wie Bloomberg berichtet, könnten sich sowohl das genaue Volumen als auch die Konditionen der Transaktion in den Gesprächen mit Investoren noch verändern. Durch einen solchen Risikotransfer übertragen Finanzinstitute typischerweise Ausfallrisiken auf Dritte, um das gebundene regulatorische Eigenkapital für die entsprechenden Bestände zu reduzieren.
Aktienrückkauf über 500 Millionen Euro vollendet
Flankiert werden die Bilanzüberlegungen durch eine bereits abgeschlossene Kapitalmaßnahme. Die Deutsche Bank schloss am 28. September ihr jüngstes Aktienrückkaufprogramm über 500 Mio. Euro ab. Wie das Unternehmen mitteilte, erwarb das Geldhaus vom 25. August bis einschließlich 25. September 2026 genau 15.063.631 eigene Papiere über den Markt zurück.
Mit dem Vollzug dieses Programms setzt die Bank ihre Linie bei der Kapitalrückführung an die Aktionäre um. Das Management verringert damit die Gesamtzahl der ausstehenden Anteile, um den Wert je Aktie langfristig zu stützen.
Neue Angebote für Altersvorsorge und Zahlungsverkehr
Parallel zu den Maßnahmen auf Konzernebene stellt sich das Institut operativ auf veränderte Rahmenbedingungen ein. Am 28. September stellte das Haus nach Angaben des Handelsblatts konkrete Gebührenmodelle für das ab 2027 geplante Altersvorsorgedepot vor.
Für das digitale DWS-Standarddepot ist in den ersten zwei Jahren eine Gebühr von jährlich 0,1 Prozent vorgesehen. Anschließend soll dieser Satz auf 0,28 Prozent pro Jahr steigen. Für Kunden mit Wunsch nach persönlicher Betreuung sieht die Bank ein beratungsbasiertes Modell für jährlich 0,99 Prozent vor.
Darüber hinaus stärkt das Geldhaus seine technologische Infrastruktur im Transaktionsgeschäft. Medienberichten zufolge kündigten die Deutsche Bank und das Unternehmen IPID am 28. September eine strategische Partnerschaft an. Vorgesehen ist die Einführung von IPIDs Zahlungsentscheidungsintelligenz im weltweiten Zahlungsverkehr des Instituts.
Aktuelle Bewertung am Markt
Im Handel am Freitag ging die Aktie der Deutschen Bank mit einem Schlusskurs von 31,04 Euro aus dem Handel. Der Titel notiert damit 13 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 35,84 Euro.
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