Bei der Vorstellung des jüngsten Geschäftsberichtes am 12. März ließ die Deutsche Bank mitteilen, dass vier ehemalige Investmentbanker das Unternehmen auf Schadenersatz in Höhe von umgerechnet knapp 700 Millionen Euro Schadenersatz verklagt hätten. Schon das kam an den Märkten nicht besonders gut an. Aus einer von einem Londoner Gericht veröffentlichten Klage geht nun jedoch hervor, dass die geforderte Summe sogar noch höher ausfallen könnte.
Dort ist zu lesen, dass insgesamt 664,5 Millionen Pfund an Schadenersatz eingeklagt werden sollen, was umgerechnet etwa 760 Millionen Euro entsprechen würde. Dazu kommt ein weiteres Verfahren, in dem Ex-Investmentbanker Dario Schiraldi Schadenersatz in Höhe von 152 Millionen Euro einfordert. Insgesamt belaufen die Forderungen sich damit auf etwa 910 Millionen Euro.
Die Deutsche Bank sieht sich im Recht
Offen bleibt freilich, ob die Kläger sich auch durchsetzen können. Argumentiert wird in erster Linie damit, dass die Deutsche Bank sie in einem Strafverfahren in Italien schlecht verteidigt und damit deren Reputation nachhaltig beschädigt habe. Trotz Freispruch in einem Berufungsverfahren aus dem Jahr 2022 bestehen die ehemaligen Investmentbanker auf einen Ausgleich für entgangene Gehälter bis zum Rentenalter.
Die Deutsche Bank schätzt die Angelegenheit freilich anders ein und ließ wissen, jegliche Klagen für unbegründet zu halten. Man werde sich entschieden gegen „überhöhte und unrealistische behauptete Verluste“ verteidigen, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit.
Grüne Vorzeichen
Deutsche Bank Aktie Chart
Für die Anleger ist es ein kleines Warnsignal, dass die Deutsche Bank vielleicht noch mehr als ohnehin befürchtet zahlen muss. Im Handel am Mittwoch spielt das aber keine weitere Rolle. Zu groß ist die Erleichterung aufgrund von Hoffnungen, dass der Krieg im Iran und die Blockade der Straße von Hormus vielleicht doch noch zu einem baldigen Ende finden könnte. Darauf reagierten die Börse mit einer kräftigen Erholung und die Aktie der Deutschen Bank legte heute im frühen Handel um rund fünf Prozent auf 26,38 Euro zu.
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