Deutsche Bank-Aktie: Immer mittendrin!

Die Deutsche Bank ist als Berater bei den geplanten Großtransaktionen um den Fintech-Riesen SumUp und den Pharmakonzern Recordati involviert und positioniert sich damit im Investmentbanking.

Auf einen Blick:
  • Deutsche Bank gehoert zum Bankenkonsortium fuer den geplanten Boersengang von SumUp in London
  • Moegliche Bewertung von SumUp: 10 Milliarden Dollar oder mehr
  • Auch beim CVC-Gebot fuer Recordati im Wert von 10,9 Milliarden Euro ist Deutsche Bank dabei
  • Die Frankfurter positionieren sich als unverzichtbarer Partner bei Europas groessten Transaktionen

Zwei Deals, zwei Kontinente, ein gemeinsamer Nenner. Die Deutsche Bank taucht in dieser Woche gleich doppelt als Schlüssel-Akteur bei Europas größten laufenden Transaktionen auf, und das ist kein Zufall.

Auf der einen Seite: der geplante Börsengang des Londoner Fintech-Unternehmens SumUp. Das Unternehmen, bekannt für seine Kassensysteme für kleine Händler, soll laut Bloomberg ein Konsortium aus Deutsche Bank, Goldman Sachs, Jefferies und JPMorgan für eine mögliche Erstnotiz in London zusammenstellen. Die Bewertung? Zehn Milliarden Dollar oder mehr, heisst es aus informierten Kreisen. London wäre der bevorzugte Börsenplatz, Amsterdam, Frankfurt und New York standen aber ebenfalls auf der Liste.

SumUp traut London noch etwas zu

Für die britische Hauptstadt wäre ein erfolgreicher SumUp-IPO ein echter Befreiungsschlag. Die Börse London leidet seit Jahren unter dünner werdender Neuemissionsaktivität. Visma, das als Hoffnungstraeger für 2025 galt, hat seinen Börsengang bereits auf nächstes Jahr verschoben. SumUp hingegen drückt aufs Tempo, auch weil Berater explizit von einer US-Notiz abgeraten haben, wegen des geringen Nordamerika-Geschäfts.

Noch ist nichts entschieden. Ort, Struktur, Zeitplan, alles bleibt offen. Aber die Banken sind gesetzt, und Deutsche Bank ist dabei.

Deutsche Bank AG Aktie Chart

Und dann noch Recordati

Parallel dazu berichtet Alliance News, dass Deutsche Bank auch beim milliardenschweren Buyout-Versuch von CVC Capital Partners für den italienischen Pharmahersteller Recordati involviert ist. Das Konsortium aus Mediobanca, Goldman Sachs, Jefferies, JPMorgan und eben Deutsche Bank soll sowohl als Berater als auch als Financier für das 10,9-Milliarden-Euro-Gebot fungieren. CVC hatte Ende März ein Angebot von 52 Euro je Aktie eingereicht, hält bereits 46,8 Prozent und denkt im Erfolgsfall über einen Verkauf der Seltene-Krankheiten-Sparte nach. Als mögliche Co-Investoren sind Groupe Bruxelles Lambert, der Abu Dhabi Investment Authority, GIC und die kanadische CDPQ im Gespräch.

Auch hier gilt: noch kein Abschluss, noch keine finale Finanzierungsstruktur. Aber das Konsortium steht, und es ist dasselbe wie bei SumUp, nur mit Mediobanca als Ergänzung.

Was das über Deutsche Bank sagt

Man kann das als Bestätigung lesen, dass die Deutsche Bank im europäischen Investment-Banking wieder ernst genommen wird. Jahrelang war die Bank vor allem mit sich selbst beschäftigt, mit Umstrukturierungen, Rechtsstreitigkeiten, Führungswechseln. Jetzt taucht sie bei zwei der meistbeachteten Transaktionen des Jahres auf, Seite an Seite mit Goldman und JPMorgan. Das ist die Gesellschaft, in der man gesehen werden will. Ob dabei auch ordentlich verdient wird, zeigt sich später.

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