Mit George Saravelos äußerte sich vor knapp einer Woche einer der bekanntesten Analysten der Deutschen Bank zum Thema Grönland. In einer kurzen Mail brachte Saravelos amerikanische Bonds mit einem Volumen von etwa acht Billionen US-Dollar ins Spiel, die sich in den Händen europäischer Investoren befinden würden. Damit sei Europa Amerikas größter Kreditgeber und habe im Fall der Fälle durchaus Druckmittel in der Hinterhand.
Diese kurze Nennung von Fakten scheint in der US-Regierung einen Nerv getroffen zu haben, wie „n-tv“ berichtet. Der US-Finanzminister Scott Bessent warf der Deutschen Bank vor „falsche Narrative“ zu verbreiten. Die kurze Analyse von Saravelos wurde als ein Beispiel für „europäische Hysterie“ verunglimpft.
Schadensbegrenzung bei der Deutschen Bank?
Etwas zufriedener zeigte sich Bessent am Mittwoch in Davos, als er von einem Anruf von Deutsche Bank-Chef Christian Sewing berichtete. Letzterer habe zugesichert, sich der „Meinung“ des Analysten aus dem eigenen Hause nicht anzuschließen.
Das ist an sich nicht ungewöhnlich, da Deutsche Bank Research seit jeher unabhängig agiert und sich dort gewonnene Erkenntnisse nicht zwangsläufig mit den Ansichten der Geschäftsführung decken müssen. Alles andere wäre auch unehrlich den Anlegern gegenüber. Die Deutsche Bank wollte das Geschehen nicht weiter kommentieren.
Abkühlung
Deutsche Bank Aktie Chart
Nachdem das Szenario einer US-Annexion von Grönland (vorerst?) vom Tisch ist, dürfte die Lage sich auch hinsichtlich der Deutschen Bank erst einmal wieder beruhigen. Ein wenig Eindruck haben die scharfen Töne der US-Regierung aber anscheinen hinterlassen. Der Aktienkurs stolperte Mitte der Woche auf 31,40 Euro, ehe es wieder bis auf 32,88 Euro zum Wochenende aufwärts ging. Allen Lügen und Provokationen seitens der US-Regierung zum Trotz würden Anleger es nur ungern sehen, sollte die Deutsche Bank es sich mit jener noch mehr als ohnehin schon verscherzen.
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