Ausgerechnet jetzt. Die Deutsche Bank bekommt heute Besuch von der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Die Ermittler durchsuchen die Büros der Bank wegen des Verdachts auf Geldwäsche gegen unbekannte Mitarbeiter. Die Bank bestätigt die Durchsuchung und versichert, vollständig mit den Behörden zu kooperieren.
Das Timing könnte kaum ungünstiger sein. Morgen will die Deutsche Bank ihre Zahlen für das vierte Quartal vorlegen. Statt sich auf die Bilanzpressekonferenz vorzubereiten, muss das Management nun zusätzlich mit Ermittlern umgehen. Der Spiegel berichtete zuerst über die Razzia und berief sich dabei auf Informationen der Staatsanwaltschaft.
Die Bank schweigt zu Details
Mehr als die knappe Bestätigung gibt es von der Deutschen Bank nicht. Man könne zu den laufenden Ermittlungen keine weiteren Angaben machen, heißt es aus der Pressestelle. Gegen wen genau ermittelt wird und um welche Summen es geht, bleibt unklar. Die Staatsanwaltschaft spricht von unbekannten Mitarbeitern, was darauf hindeutet, dass die Ermittlungen noch am Anfang stehen.
Für die Aktionäre ist das eine weitere Belastung. Die Deutsche Bank hat in den vergangenen Jahren zwar einiges aufgeräumt, aber das Vertrauen in die Compliance-Strukturen ist nach wie vor fragil. Solche Schlagzeilen einen Tag vor den Quartalszahlen sind das Letzte, was die Bank jetzt gebrauchen kann. Die Anleger werden morgen genau hinsehen, wie das Management mit dieser Situation umgeht.
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