Vor der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal erhält die Deutsche Bank Zuspruch von Analystenseite. Am Montag bekräftigten sowohl JPMorgan als auch RBC Capital Markets ihre positiven Einschätzungen für das Frankfurter Geldhaus.
JPMorgan-Analyst Kian Abouhossein beließ die Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 41 Euro, nachdem er sein Bewertungsmodell vor dem Berichtstermin am 28. Oktober überarbeitet hatte. Medienberichten zufolge bestätigte RBC Capital Markets zeitgleich die Einstufung „Outperform“ mit einem Ziel von 36 Euro.
Gestern beendete die Aktie den Handel bei 31,23 Euro. Damit liegt das Papier rund 13 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 35,84 Euro.
Dämpfer im Investmentbanking belastet Erwartungen
Die Zuversicht der Analysten steht im Kontrast zu den jüngsten Signalen aus der Führungsetage. Vor gut einer Woche dämpfte Finanzchef Raja Akram auf einer Konferenz der Bank of America die Erwartungen an das laufende Geschäft.
Akram stellte in Aussicht, dass die Erträge der Investmentbank im dritten Quartal stagnieren oder leicht zurückgehen dürften. Als wesentlichen Grund für die Zurückhaltung nannte der Finanzchef ein schwächelndes Kreditgeschäft.
Zugleich verzeichnet das Institut jedoch Interesse internationaler Anleger an europäischen Märkten. Eine bankeigene Erhebung unter Entscheidungsträgern in 13 Märkten außerhalb Europas ergab Anfang des Monats, dass mehr als 80 Prozent der Befragten Europa für künftige Investitionsentscheidungen als wichtiger bewerten. Mehr als 60 Prozent der befragten Manager gaben an, konkrete Engagements auf dem Kontinent zu planen.
Operative Weichenstellungen im Auslandsgeschäft
Auch organisatorisch treibt der Konzern seine Aufstellung voran. Gestern ernannte das spanische Tochterunternehmen Deutsche Bank España Basilio Pascual zum Leiter des Business Banking.
Im Devisenbereich sicherte sich das Geldhaus zudem internationale Anerkennung: Am 1. Oktober zeichnete das Branchenmagazin Euromoney die Bank zum zweiten Mal in Folge als weltweit beste Devisenbank aus und vergab zusätzliche Ehrungen für regionale sowie produktbezogene Sparten.
Wie stark diese Ertragsstützen die angekündigte Schwäche im Kreditbereich abfedern können, wird sich am 28. Oktober zeigen, wenn der Vorstand die detaillierten Zwischenergebnisse vorlegt.
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