Bereits im Jahr 2024 stritten sich die Deutsche Bank und die Postbank um die Vergütung von Angestellten. Einigen konnte man sich erst nach fünf Verhandlungsrunden und mehreren Warnstreiks. Aktuell wird erneut über höhere Gehälter verhandelt und eine schnelle Einigung gab es dabei zuletzt nicht.
Wie Verdi mitteilen ließ, lehnte die Deutsche Bank Gehaltserhöhungen von acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro ab. Vorgelegt wurde stattdessen ein Vorschlag, der bis September Nullrunden vorsieht und erst dann Gehälter um zwei Prozent anwachsen lassen soll. Im September 2027 soll es dann erneut zwei Prozent mehr geben. Dieses Angebot ist nach Ansicht der Gewerkschaft nicht ausreichend.
Verdi droht der Deutschen Bank mit Warnstreiks
Verdi verweist darauf, dass die Deutsche Bank erst kürzlich Rekordgewinne ausgewiesen hätte. Daher sei es unverständlich, dass das Angebot an die Angestellten der Postbank nicht einmal annähernd für einen Inflationsausgleich ausreiche. Die Fronten scheinen also verhärtet zu sein und es könnten erneut Warnstreiks drohen.
Konkret angekündigt wurden solche zwar noch nicht. Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck teilte aber gegenüber Medienvertretern mis, dass damit in den kommenden Wochen gerechnet wird. Solche Streiks dürften auch die Kunden betreffen. Daher ist es für die Gewerkschaften auch ein willkommenes Druckmittel in den laufenden Verhandlungen.
Die Anleger werden zurückhaltender
Deutsche Bank Aktie Chart
Zwar konnte die Deutsche Bank zuletzt tatsächlich hervorragende Zahlen erreichen. An der Börse macht sich aber die Befürchtung breit, dass dies so schnell nicht wiederholt werden kann. Hohe Ölpreise schüren die Sorge vor einer Rückkehr der Inflationsspirale, was Zinserhöhungen nach sich ziehen und der Deutschen Bank damit das Geschäft mit neuen Krediten zerschießen könnte. Eben solche Sorgen ließen den Aktienkurs bis auf 28,32 Euro am Donnerstagmorgen fallen. Trotz einer kleinen Erholung im April sind das noch 15 Prozent weniger als zu Jahresbeginn.
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