Die Kommunistische Partei Chinas hat kürzlich ihren Wirtschaftsplan für 2026 und den Start ihres 15. Fünfjahresplans vorgestellt. Nun hat die Deutsche Bank diese Prognosen analysiert. Demnach forciert Peking einen deutlichen Kurswechsel: weg von breit angelegten Konjunkturprogrammen, hin zu stabilitätsorientierter, angebotsseitiger Wirtschaftspolitik.
Deutsche Bank-Aktie: China – niedrigstes Wachstumsziel seit 1991
Laut der Analyse der Deutschen Bank setzt Peking stärker auf Risikomanagement, technologische Eigenständigkeit und Produktivitätssteigerungen, während die Nachfrage nur gezielt gestützt wird
Für 2026 peilt China ein BIP‑Wachstum von 4,5 bis 5 % an, bei einer Inflationsrate um 2 %. Peking hält damit zum ersten Mal seit Anfang der 1990er-Jahre nur 4,5 % Wachstum für möglich, wenngleich die Spanne mit 4,5 bis 5 % angesichts der weltwirtschaftlichen Herausforderungen immer noch beachtlich bleibt.
Fiskalisch soll das Defizit stabil bei 4 % des BIP bleiben, ergänzt durch Sonderanleihen für strategische Industrien. Die Geldpolitik bleibt flexibel, um Liquidität und Währungsstabilität zu sichern. Die Binnenwirtschaft soll sich stärker auf Dienstleistungen stützen, etwa durch mehr Wettbewerb im Telekommunikations‑ und Gesundheitssektor.
Der neue Fünfjahresplan (2026–2030) setzt klare Prioritäten:
- Technologische Selbstständigkeit mit jährlich mindestens 7 % höheren F&E‑Ausgaben.
- Digitale Wirtschaft als Wachstumsmotor, die bis 2030 rund 12,5 % des BIP ausmachen soll.
- Dekarbonisierung, inklusive 25 % Anteil nicht‑fossiler Energien und 17 % geringerer CO2-Intensität.
- Urbanisierung auf 71 % bis 2030.
Deutsche Bank-Aktie: Experten sehen Chancen für Chinas Tech- und Energiesektor
Für Investoren entsteht damit ein Umfeld niedriger Volatilität, aber hoher Selektivität. Chancen sieht die Deutsche Bank vor allem in Halbleitern, KI, Robotik, grüner Energie, Netzinfrastruktur, Energiespeicherung sowie in fortschrittlicher Fertigung. Bereiche wie Luftfahrt, Logistik und energieintensive Industrien bleiben dagegen anfällig für externe Schocks wie steigende Ölpreise.
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