Die Deutsche Bank baut ihre Rolle als Technologiepartner der Finanzbranche weiter aus. Als Key Design Partner arbeitet das Institut an „Gemini Enterprise for Financial Services“ mit, einem Financial Research Agent von Google Cloud. Die Bank bringt dabei ihre Expertise zu Sicherheit, Nachprüfbarkeit, Datenresidenz und Nutzeranforderungen ein.
Die Kooperation reiht sich in eine Serie technologischer Weichenstellungen der vergangenen Wochen ein. Erst kurz zuvor hatte die Bank GFT Technologies als Systemintegrator für die Modernisierung des Privatkundengeschäfts ausgewählt.
Bis 2028 sollen 15 Kernbankensysteme auf zwei cloudbasierte Plattformen konsolidiert werden, gestützt auf Vault Core von Thought Machine. Zusammen mit der Google-Cloud-Partnerschaft zeigt sich damit ein klarer Fokus des Managements auf digitale Infrastruktur als Wachstumshebel.
Kapitalstärke untermauert Investitionsstrategie
Rückendeckung für diesen Kurs liefern die Zahlen aus dem zweiten Quartal. Der Nachsteuergewinn stieg um 10 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, der Vorsteuergewinn kletterte um 11 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Das verwässerte Ergebnis je Aktie legte um 19 Prozent auf 0,57 Euro zu.
Für das erste Halbjahr insgesamt meldete die Bank mit 4,1 Milliarden Euro Nachsteuergewinn ein Rekordergebnis, ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Diese Ertragskraft erlaubt es dem Institut, parallel zu den Technologieinvestitionen Kapital an Aktionäre zurückzugeben. Das erste Rückkaufprogramm über eine Milliarde Euro ist inzwischen abgeschlossen, ein Anschlussprogramm über 500 Millionen Euro läuft seit Ende August. Für Anleger signalisiert das Vertrauen des Managements in die eigene Kapitalbasis, während gleichzeitig Milliarden in die IT-Infrastruktur der kommenden Jahre fließen.
Internationale Positionierung wächst
Auch geopolitisch hat sich die Position der Bank gefestigt. Die People’s Bank of China ernannte das Institut zur RMB-Clearing-Bank für Europa mit Sitz in Frankfurt – als erste ausländische Bank in Europa mit dieser Designation. Das stärkt die Rolle der Deutschen Bank im Handel mit chinesischer Währung und dürfte langfristig zusätzliche Transaktionserlöse bringen.
Am Aktienmarkt spiegelt sich die Summe dieser Entwicklungen in einer robusten Kursentwicklung wider. Am Freitag schloss das Papier bei 34,80 Euro, ein Plus von 1,2 Prozent auf Tagesbasis.
Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Zuwachs von 9,1 Prozent zu Buche, womit die Aktie nur noch 0,6 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 35,02 Euro notiert. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 16 Prozent zeigt, wie deutlich sich der Kurs in den vergangenen Monaten von seiner längerfristigen Trendlinie gelöst hat.
Blick nach vorn
Mit Fabrizio Campelli als neuem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden hat die Bank zudem ihre Führungsspitze verbreitert. Anleger richten den Blick nun auf kommende Branchentermine: Am 1. September steht die dbAccess European TMT Conference an, eine Woche später folgt das 16. Aviation Forum der Bank.
Beide Veranstaltungen dürften weitere Einblicke geben, wie das Institut seine Technologie- und Wachstumsstrategie in den kommenden Quartalen konkretisiert.
Deutsche Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Bank-Analyse vom 31. August liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
