Delta Air Lines hat am Mittwoch Quartalszahlen vorgelegt, die auf den ersten Blick gut aussahen. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um knapp 13 Prozent auf 15,85 Milliarden Dollar – eine Milliarde mehr als Analysten erwartet hatten. Beim Gewinn je Aktie kam Delta auf 0,64 Dollar, auch das lag über der Konsensschätzung von 0,57 Dollar.
Doch dann der Dämpfer.
Für das laufende Quartal rechnet Delta mit einem Gewinn vor Steuern von rund einer Milliarde Dollar. Das klingt solide. Allerdings nur, bis man die Kehrseite hört: Die Treibstoffkosten steigen um mehr als zwei Milliarden Dollar. Selbst die konzerneigene Raffinerie in Trainer hilft da nicht wirklich weiter.
Kapazität runter, Preise rauf
CEO Ed Bastian kündigte demnach an, das Kapazitätswachstum deutlich zu drosseln – auf null. Solange sich die Treibstofflage nicht entspannt, werde man eher noch weniger fliegen als mehr. Gleichzeitig will Delta die höheren Kosten an die Kunden weitergeben. Die Nachfrage sei stark genug, heisst es. Ob das so bleibt, wenn die Ticketpreise weiter steigen, wird sich zeigen.
Für das zweite Quartal peilt Delta ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich an – bei flachem Kapazitätswachstum. Die operative Marge soll zwischen 6 und 8 Prozent liegen. Beim Gewinn je Aktie rechnet das Unternehmen mit 1,00 bis 1,50 Dollar. Analysten hatten zuvor 1,59 Dollar erwartet. Also auch hier: Enttäuschung.
Delta Air Lines Aktie Chart
Aktie steigt trotzdem um 12 Prozent
Dennoch legte die Delta-Aktie im vorbörslichen Handel um 12,48 Prozent zu. Wie passt das zusammen? Offenbar honoriert der Markt, dass Delta überhaupt noch Gewinn macht – und nicht wie manche Wettbewerber in die roten Zahlen rutscht. Zudem dürfte die Entspannung im Nahen Osten geholfen haben. Die USA und der Iran einigten sich auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand, vermittelt von Pakistan. Die Straße von Hormus soll umgehend wieder geöffnet werden. Das könnte die Ölpreise dämpfen.
Allerdings bleibt fraglich, wie nachhaltig diese Erholung ist. Delta selbst geht davon aus, dass die Treibstoffkosten hoch bleiben. Und die Guidance für das zweite Quartal liegt unter den Erwartungen. Die Strategie lautet nun: weniger fliegen, höhere Preise durchsetzen, Margen verteidigen. Ob das aufgeht, hängt maßgeblich davon ab, wie lange die Nachfrage stark bleibt. Und ob die Konkurrenz mitzieht oder versucht, mit aggressiveren Preisen Marktanteile zu gewinnen.
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