Die Aktie von Delta Air Lines steht vor einem entscheidenden Test. Am Mittwoch präsentiert die Fluggesellschaft ihre Quartalszahlen und eröffnet damit die Berichtssaison im Airline-Sektor. Erwartet werden Erlöse von 14,94 Milliarden Dollar und ein Gewinn je Aktie von 0,58 Dollar für das erste Quartal. Die jüngsten Entwicklungen bei den Preisen für Kerosin sowie großflächige Wetterereignisse im Januar und Februar dürften dabei im Mittelpunkt stehen.
Morgan Stanley erwartet Anpassungen bei Jahresprognosen
Analyst Ravi Shanker von Morgan Stanley hat seine Schätzungen für die gesamte Branche nach unten korrigiert. Die Begründung: Die stark gestiegenen Kosten für Treibstoff machen verlässliche Prognosen schwierig. Shanker geht davon aus, dass Fluggesellschaften ihre Ausblicke für 2026 entweder ganz zurückziehen oder auf breite Spannen ausweiten werden, die unterschiedliche Annahmen zu den Kerosinpreisen berücksichtigen.
Dabei bleibt die Nachfrage nach Flugreisen robust. Die Quartalsergebnisse im vierten Quartal und die Zwischenberichte im März zeigten durchweg starke Trends. Dennoch erscheint es nach Einschätzung von Shanker unvermeidlich, dass Airlines ihre Kapazitäten in schwächeren Perioden reduzieren werden, besonders im dritten Quartal.
Delta Air Lines Aktie Chart
Eigene Raffinerie als möglicher Trumpf
Jefferies hebt hervor, dass Delta in dieser Berichtssaison eine besonders wichtige Rolle zukommt. Die frühe Veröffentlichung gibt traditionell die Richtung für den gesamten Sektor vor. Ein Aspekt könnte Delta dabei helfen: Das Unternehmen besitzt mit der Trainer-Raffinerie eine eigene Anlage zur Treibstoffproduktion. Dies könnte sich als Vorteil erweisen, wenn es um die Verfügbarkeit und Preisgestaltung von Kerosin geht.
Das Management hatte zuletzt ein Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent für das Gesamtjahr sowie eine Gewinnsteigerung von rund 20 Prozent in Aussicht gestellt. Jede Änderung dieser Prognosen, insbesondere zu Sommerbuchungen oder Geschäftsreisen, dürfte die Aktie bewegen. Der Optionsmarkt kalkuliert bereits mit einer Kursschwankung von 7 Prozent nach der Zahlenvorlage.
Anleger werden genau beobachten, wie Delta die Balance zwischen steigenden Kosten und anhaltend guter Nachfrage meistert. Die Frage nach der Entwicklung des freien Cashflows könnte dabei ebenso wichtig werden wie die kurzfristige Einschätzung zur Sommersaison.
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