Delivery Hero-Aktie: Uber greift zu!

Der US-Konzern Uber erwirbt einen Anteil von 4,5 Prozent an Delivery Hero von Prosus. Die Aktie reagierte positiv auf den als Vertrauensbeweis gewerteten Zukauf.

Auf einen Blick:
  • Uber kauft Anteile von Prosus für 270 Millionen Euro
  • Delivery Hero-Aktie steigt um mehr als fünf Prozent
  • Spekulationen über weniger Konkurrenz und mehr Kooperation
  • Investment als wichtiges Signal für den Markt

Die niederländische Beteiligungsgesellschaft Prosus muss aufgrund kartellrechtlicher Auflagen der EU nach der Übernahme der Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway ihre Anteile an Delivery Hero deutlich reduzieren. Daraus ist nun eine Gelegenheit entstanden, die sich der US-Konzern Uber wohl nicht entgehen lassen wollte. Jener sicherte sich am Freitag für rund 270 Millionen Euro 4,5 Prozent der Anteile an Delivery Hero von Prosus, wie die „Financial Times“ berichtete.

Das kommt an der Börse gut an. Die Delivery Hero-Aktie reagierte am Freitag mit Aufschlägen von 5,2 Prozent und der Kurs kletterte auf 21,19 Euro. Insgesamt hält Uber nun etwas mehr als sieben Prozent von Delivery Hero, und darin erkennen die Anteilseigner offenbar ein wichtiges Signal.

Delivery Hero: Mehr miteinander?

Uber ist mit Uber Eats ebenfalls im Liefergeschäft aktiv. Die Beteiligung an Delivery Hero signalisiert daher erst einmal, dass es in Zukunft weniger harte Konkurrenz und stattdessen mehr miteinander geben könnte. Statt immer neuer Rabattschlachten wäre also ein Szenario denkbar, bei dem die beiden Unternehmen sich eher ergänzen würden. Nach einer längeren Phase der Konsolidierung wäre das vielleicht auch überfällig.

Delivery Hero Aktie Chart

Natürlich entstehen bei Zukäufen in dieser Größenordnung aber auch stets Spekulationen darüber, dass weitere Käufe folgen könnten und Uber vielleicht mittelfristig eine vollständige Übernahme anstrebt. Angekündigt wurde dahingehen bisher jedoch nichts.

Vertrauensbeweis?

Zu guter Letzt ist das Investment für Delivery Hero auch ein dringend benötigter Vertrauensbeweis. Denn andere Investoren sind mit dem Unternehmen weniger zufrieden. Schon seit Längerem klagt etwa Aspex Management über eine unterdurchschnittliche Ertragskraft und fordert als Konsequenz den Rücktritt von CEO Niklas Östberg sowie den Rückzug aus mehreren Regionen. Wie Uber über solche Angelegenheiten denken mag, ist bislang nicht bekannt. Großzügige Zukäufe vermitteln aber eine entsprechenden Eindruck.

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