Die verwalteten Vermögen der Tochter Valour sind seit Ende Juni um mehr als 60 Prozent gewachsen. Gleichzeitig kämpft die Muttergesellschaft an der Nasdaq weiter mit einem Kurs unter einem Dollar. Beides steht in der heutigen Septembermitteilung von DeFi Technologies.
Valour wächst, Bitcoin und Solana dominieren
Zum 25. September verwaltete Valour 640,2 Millionen Dollar. Ende Juni waren es 397,2 Millionen Dollar, ein Plus von 61,2 Prozent. Vom Zyklustief bei rund 390 Millionen Dollar liegt das Volumen etwa 64 Prozent entfernt. Netto fließt dem Unternehmen nach eigenen Angaben Monat für Monat Kapital zu. Konkrete Zuflusszahlen will es erst mit den Quartalszahlen nennen.
Die Zusammensetzung ist konzentriert. Auf Bitcoin-Produkte entfallen 239,3 Millionen Dollar, auf Solana 157,5 Millionen Dollar. Ethereum folgt mit 65,6 Millionen Dollar. Die zehn größten Werte vereinen rund 89,8 Prozent des Gesamtvolumens. Dabei zählen auch gehebelte, Short- und Ertragsprodukte mit, es handelt sich also nicht um reine Netto-Engagements.
Valour verdient an Verwaltungsgebühren, an Staking- und Lending-Erträgen sowie am Handelsfluss rund um die Produkte. Das Management betont, die Kosten stiegen nicht zwingend im gleichen Tempo wie die Erlöse. Höhere Margen seien möglich, hingen aber von Produktmix, Gebühren und Marktlage ab.
Neue Geschäftsfelder und Nasdaq-Frist
Mit Valour Funds SPC und dem Smart Crypto Fund SP steigt Valour in aktiv gemanagte Hedgefonds ein. Die Strategie verantwortet das Schweizer Haus Neuronomics, an dem DeFi Technologies eine Minderheitsbeteiligung hält. KI-Modelle steuern dabei die Allokation. Weitere Fonds, eine Verwahrsparte und eine geplante UCITS-Plattform sind in Arbeit, stehen aber unter regulatorischem Vorbehalt.
Finanziell sieht sich das Unternehmen solide aufgestellt. Zum 30. Juni lagen rund 135 Millionen Dollar an Liquidität, Stablecoins, Treasury-Positionen und Beteiligungen bereit, Schulden gibt es keine.
Der Aktienkurs bleibt das Sorgenkind. Die Nasdaq hat der Gesellschaft 180 weitere Tage bis zum 1. März 2027 gewährt, um die Mindestkursregel zu erfüllen. Nötig ist ein Schlusskurs von mindestens einem Dollar an zehn Handelstagen in Folge. Die Verlängerung ersetzt keine wiederhergestellte Konformität, das Unternehmen räumt ausdrücklich ein, dass es keine Garantie gibt. Spätestens am 1. März 2027 muss die Aktie die Marke gehalten haben.
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