DAX: Die Vorstände ziehen die Spendierhosen an!

Deutsche Schwergewichte planen Rückkäufe im Wert von 26 Milliarden Euro für dieses Jahr, um den Aktienkurs zu stützen. Experten diskutieren die Chancen und Risiken dieser Strategie.

Auf einen Blick:
  • DAX-Konzerne starten Aktienrückkäufe für 54,6 Milliarden Euro
  • 23 von 40 DAX-Unternehmen beteiligen sich an der Rekord-Aktion
  • SAP führt mit 10 Milliarden Euro, DHL, Siemens und Siemens Energy mit je 6 Milliarden
  • Kritiker warnen vor reduzierten Investitionen und sinkender Liquidität

Der DAX steht 2026 unter Druck, doch die deutschen Schwergewichte schlagen zurück. Mit Rückkaufprogrammen über 54,6 Milliarden Euro setzen sie ein Rekordzeichen, wie das Handelsblatt berichtet. Allein in diesem Jahr sollen Aktien im Wert von 26 Milliarden Euro vom Markt genommen werden.

Die Zahlen sind durchaus beeindruckend. 23 der 40 DAX-Konzerne kaufen aktuell eigene Aktien oder werden dies in den kommenden Monaten tun. Das ist mehr als die Hälfte des Index. 16 davon planen, mindestens eine Milliarde Euro auszugeben. An der Spitze stehen DHL Group, Siemens und Siemens Energy mit jeweils sechs Milliarden Euro sowie SAP mit einem Zehn-Milliarden-Mandat.

Aktienrückkäufe gelten als bewährtes Instrument, um den Kurs zu stützen und Kapital an Aktionäre zurückzugeben. Durch die Verringerung der verfügbaren Aktien verteilen sich künftige Gewinne und Dividenden auf weniger Papiere. Das treibt den Kurs normalerweise nach oben.

DAX Index Chart

Kluge Strategie oder gefährliches Spiel?

„Die umfangreichen Rückkaufprogramme bieten zusammen mit hohen Dividenden eine wichtige Grundlage, damit der DAX trotz schwieriger geopolitischer Bedingungen attraktiv bleibt“, sagte Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp dem Handelsblatt. Doch nicht alle sehen das so positiv. Kritiker bemängeln, dass erhebliche Mittel von Investitionen abgezogen werden. Zudem sinkt die Liquidität der Unternehmen, die angesichts der Iran-Krise und drohender Gewinnrückgänge bald gebraucht werden könnte.

Der Rückkauf-Boom orientiert sich laut Handelsblatt am Vorbild aus New York. Apple gilt als weltgrößter Käufer eigener Aktien und gab in den vergangenen vier Quartalen 96,7 Milliarden Dollar dafür aus. Seit 2013 hat der iPhone-Konzern die Anzahl seiner Aktien um 44 Prozent reduziert. Ob die DAX-Konzerne mit dieser Strategie langfristig punkten oder sich selbst schwächen, indem das Geld für sinnvolle Investitionen fehlt, wird sich noch zeigen müssen.

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