DAX Rally stockt vor 25.000

Der DAX fällt um 1,3 Prozent und verpasst die 25.000er-Marke erneut. Auslöser sind Gewinnmitnahmen in Asien und schwache Konjunkturdaten aus Deutschland.

Auf einen Blick:
  • DAX fällt auf 24.820 Punkte
  • Gewinnmitnahmen in Asien als Auslöser
  • Enttäuschender Einkaufsmanagerindex belastet
  • Geopolitische Lage bleibt angespannt

Der DAX hat am Dienstagmorgen einen deutlichen Rücksetzer hinnehmen müssen. Der Leitindex rutschte auf rund 24.820 Punkte — ein Minus von gut 1,3 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit scheitert ein weiterer Anlauf, die Marke von 25.000 Punkten dauerhaft zu überwinden.

Asien gibt den Ton vor

Der Auslöser kam aus Fernost. An den Börsen in Japan und Südkorea setzten nach dem jüngsten Rekordlauf kräftige Gewinnmitnahmen ein, vor allem im Technologiesektor. Diese Korrekturwelle erfasste dann auch Frankfurt. Dabei hatte der DAX zum Wochenstart noch ein Hoch seit Anfang Juni bei 25.176 Punkten markiert und sich seinem Allzeithoch vom Januar — damals 25.507 Punkte — bis auf 330 Punkte genähert.

Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren. Wer zu diesen Kursniveaus eingestiegen ist, fragt sich nun, woher der nächste Impuls kommen soll. Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners bringt es auf den Punkt: Die Börsen hätten bei den US-Iran-Verhandlungen bereits so etwas wie das bestmögliche Szenario eingepreist. Bleibt der erhoffte Durchbruch aus, fehlt der Katalysator für weitere Kursgewinne.

Schwache Konjunkturdaten als Zusatzbelastung

Frischen Gegenwind lieferte der Einkaufsmanagerindex für Juni. Der Gesamtindex fiel auf 48,0 — deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 und tiefer als die erwarteten 49,9 Punkte. Besonders der Dienstleistungsbereich enttäuschte und markierte ein 43-Monatstief. Das verarbeitende Gewerbe hielt sich mit genau 50,0 Punkten knapp über Wasser, verfehlte aber ebenfalls die Erwartungen.

Diese Konjunkturdaten unterstreichen, was Marktteilnehmer schon länger beschäftigt: Der Aufschwung am deutschen Aktienmarkt läuft bislang weitgehend ohne fundamentale Rückendeckung.

Geopolitik: Keine neuen Störfeuer

Von der Iran-Front kam am Dienstag zumindest kein frischer Druck. Laut US-Vizepräsident JD Vance laufen die Verhandlungen über ein Rahmenabkommen auf technischer Ebene weiter, der Iran will zudem Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde wieder ins Land lassen. Ein konkreter Zeitplan fehlt jedoch.

An der DAX-Spitze rangierten am Morgen Qiagen, Rheinmetall und Brenntag, während Siemens Energy, Infineon und Volkswagen das untere Ende der Kursliste bildeten. Mikrofundamentale Impulse fehlen dieser Woche noch weitgehend — die Zahlen von Micron Technology könnten ab Mittwoch zumindest dem Technologiesegment eine neue Richtung geben.

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