DAX: Hormuz-Hoffnung treibt ihn nach oben!

Der deutsche Leitindex profitiert von der Hoffnung auf eine teilweise Wiedereröffnung der strategischen Wasserstraße. Analysten warnen jedoch vor einem langen Weg zu stabilen Energiemärkten.

Auf einen Blick:
  • DAX-Indikation liegt 0,2 Prozent im Plus bei rund 24.120 Punkten
  • Iran erwägt teilweise Wiedereröffnung der Straße von Hormuz
  • S&P 500 und Nasdaq 100 schlossen auf Rekordniveau
  • Ölpreise bleiben deutlich unter der 100-Dollar-Marke

Der DAX schloss am Mittwoch bei 24.066 Punkten, kaum verändert. Zum Donnerstagmorgen zeigt der Handelsauftakt den Index rund 0,2 Prozent höher bei 24.108 Punkten. Damit ist die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 24.104 Zählern verläuft, wieder geknackt. Ob der DAX sie diesmal überzeugend und vor allem nachhaltig bis zum Wochenschluss überwinden kann, ist eine andere Frage.

DAX Index Chart

Iran blinkt, aber nur kurz

Der eigentliche Treiber kommt aus dem Nahen Osten. Laut Insidern erwägt der Iran erstmals eine teilweise Wiedereröffnung der Straße von Hormuz, durch die rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggasexporte fließen. Seit dem 8. April gilt ein zweiwöchiger Waffenstillstand, der Konflikt hat bislang die größten Verwerfungen am globalen Energiemarkt seit Jahren verursacht. Dass Teheran nun von seinen maximalistischen Forderungen, darunter Transitgebühren und Souveränitätsansprüche über die Meerenge, abrückt, klingt nach Fortschritt. Ist es auch. Aber eben nur ein erster Schritt.

New York jubelt, Frankfurt rechnet nach

Rückenwind lieferte auch die Wall Street. S&P 500 und Nasdaq 100 schlossen auf Rekordniveau, mit Gewinnen von 0,8 und 1,6 Prozent. Der Dow Jones blieb weitgehend flach. In Asien zog der Nikkei am Donnerstagmorgen um 2,2 Prozent an, der Hang Seng legte 1,4 Prozent zu. Die Ölpreise notieren derweil deutlich unter der 100-Dollar-Marke, was die Inflationssorgen zumindest kurzfristig dämpft.

„Lang und steinig“ – mehr muss man dazu nicht sagen

Thomas Altmann von QC Partners bringt es auf den Punkt: Die Hoffnung auf dauerhaften Frieden lebe zwar weiter, wirtschaftlich sei das aber erst der „Startschuss für einen langen und steinigen Weg zurück zu geordneten und kalkulierbaren Energiemärkten“. Die aktuellen Kurse, so Altmann, enthielten jedenfalls eine gehörige Portion Optimismus. Auf dem Wirtschaftskalender stehen heute noch die finalen Inflationsdaten der Eurozone für März sowie US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und Industrieproduktionszahlen. Viel Stoff also, der die gute Laune schnell wieder eintrüben kann.

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