DAX: Geopolitik drückt auf die Stimmung

Geopolitische Risiken und schwache China-Daten drücken den DAX unter die 24.000 Punkte-Marke. Der Ölpreis steigt.

Auf einen Blick:
  • DAX fällt um 0,5 Prozent
  • Trump verschärft Iran-Rhetorik
  • Schwache Konjunkturdaten aus China
  • Ölpreis steigt als Warnsignal

Zum Wochenstart gerät der DAX deutlich unter Druck. Mit einem Minus von rund 0,5 Prozent rutschte der Index auf etwa 23.833 Punkte — die Risikoscheu der Anleger ist spürbar, und das gleich aus mehreren Richtungen.

Trump dreht die Eskalationsspirale weiter

Der Hauptbelastungsfaktor ist erneut die Lage im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump verschärfte seinen Ton gegenüber Teheran erheblich und ließ auf Truth Social keinen Zweifel daran, dass er militärische Optionen ernsthaft in Betracht zieht. Für heute ist ein Treffen im Situation Room des Weißen Hauses angesetzt, bei dem entsprechende Szenarien diskutiert werden sollen. Der Ölpreis zog daraufhin an — ein klassisches Warnsignal für die Aktienmärkte. Zusätzlich meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate Drohnenangriffe auf eine Nuklearanlage, was die Nervosität im Markt weiter angeheizt hat.

Auch die Lage zwischen den USA und China bietet wenig Entlastung. Zwar wurde beim jüngsten Gipfeltreffen eine Vereinbarung über chinesische Agrarkäufe in Milliardenhöhe verkündet, doch beide Seiten präsentierten im Anschluss unterschiedliche Versionen der erzielten Einigung — kein Fundament, auf dem Anleger gerne aufbauen.

Chinas Konjunkturdaten verschärfen den Druck

Hinzu kommen enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China. Die Einzelhandelsumsätze legten im April nur um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu — Analysten hatten mit 2,0 Prozent gerechnet. Die Industrieproduktion verlangsamte sich auf 4,1 Prozent, und die Investitionen gingen im bisherigen Jahresverlauf um 1,6 Prozent zurück. Chinesische Statistiker selbst beschrieben das Umfeld als „düster und komplex“. Neue Konjunkturprogramme wurden bislang nicht angekündigt.

Für den DAX, dessen Unternehmen eng mit dem chinesischen Markt verflochten sind, ist das kein unwichtiges Signal.

Kein Rückenwind von den Vorgaben

Asiatische Börsen starteten den Montag ebenfalls schwächer, und aus den USA kamen zum Wochenbeginn keine aufmunternden Signale. S&P 500 und Nasdaq 100 hatten am Freitag von ihren Rekordständen zurückgesetzt. Die heiße Phase der Berichtssaison ist weitgehend abgeschlossen — der Impuls, der zuletzt noch stützend wirkte, lässt nach.

Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Der DAX-Future notierte zwischenzeitlich bei 23.725 Punkten, das Tageshoch lag bei 23.866. Marktbeobachter sehen die 24.000er-Marke als kurzfristig entscheidend: Solange der Index darunter verharrt, trübt sich das technische Bild weiter ein. Vom Allzeithoch bei 25.507 Punkten aus dem Januar ist der Index noch immer weit entfernt.

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