DAX: Erneuter Rückschlag durch Iran-Konflikt!

Der DAX verliert deutlich, da die anhaltende Blockade der Straße von Hormus durch den Iran die Energiepreise hochtreibt und Kapital aus dem Markt flieht.

Auf einen Blick:
  • DAX verliert 1,77 Prozent auf 21.985 Punkte
  • Straße von Hormus bleibt blockiert - Ölpreis bei 113 Dollar
  • Kapitalabfluss aus allen Anlageklassen besorgniserregend
  • Keine Änderungen in der DAX-Zusammensetzung

Der DAX steht am Montag erneut unter erheblichem Druck. Zum Handelsbeginn in Frankfurt notiert der deutsche Leitindex 1,77 Prozent tiefer bei 21.985 Punkten. Zwischenzeitlich war der Index im vorbörslichen Handel sogar auf 21.883 Punkte zurückgefallen. Es ist bereits das dritte Mal seit Ausbruch des Iran-Kriegs, dass europäische Anleger nach dem Wochenende mit einem deutlichen Rückschlag konfrontiert werden.

DAX Index Chart

Die Dauer des Konflikts wird zum Problem

„Wenn die Ölarterie sich verengt, ist das gesamte System gezwungen, durch einen Strohhalm zu atmen“, kommentierte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management. Er bezog sich damit auf die Straße von Hormus, die wichtigste Energieversorgungsroute der Welt, die der Iran weiterhin faktisch blockiert. In der vierten Woche des Konflikts liegt die Hauptsorge laut Innes nicht mehr in einzelnen Zwischenfällen, sondern in der schieren Dauer der Auseinandersetzung.

Der Ölpreis bewegt sich aktuell knapp unter den Höchstständen von 2022, die vor zwei Wochen bei fast 120 Dollar erreicht wurden. Ein Barrel Nordsee-Brent zur Lieferung im Mai kostet derzeit knapp 113 Dollar – ein Niveau, das die Weltwirtschaft zunehmend belastet. Die hartnäckig hohen Energiepreise dürften das globale Wachstum weiter bremsen.

Kapitalflucht aus allen Anlageklassen

Besonders besorgniserregend erscheint laut Innes der gleichzeitige Rückgang bei Aktien, Anleihen und sogar Gold. Dies deute darauf hin, dass Kapital nicht zwischen verschiedenen Anlageklassen umgeschichtet werde, sondern schlicht aus dem Markt abfließe. Hinzu komme der wachsende Druck auf die Zentralbanken, einzugreifen.

Unabhängig von den geopolitischen Turbulenzen traten am Montag die Anfang März angekündigten Änderungen in der Zusammensetzung der DAX-Familie in Kraft. Der DAX selbst bleibt unverändert, nachdem die Lufthansa-Aktie die Rückkehr in den Leitindex verfehlte. Im MDAX und SDAX kommt es hingegen zu mehreren Wechseln, darunter der Aufstieg von Deutz, Salzgitter und Jenoptik in die zweite Liga.

Anleger dürften in den kommenden Tagen vor allem auf Signale zur Deeskalation im Nahen Osten achten. Solange die Unsicherheit anhält, erscheint eine nachhaltige Erholung des DAX schwierig. Zugleich bleibt abzuwarten, wie stark die hohen Energiepreise die Unternehmensgewinne belasten werden.

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