Am Freitagmorgen prognoszizierte der Broker IG den DAX wenige Punkte tiefer auf 24.145 Punkte, zwei Stunden vor dem Xetra-Start. Kein Drama, aber auch kein Schwung mehr. Wer auf einen starken Wochenabschluss gehofft hatte, wartet wohl vergebens.
Dabei war die Woche ordentlich. Ein Plus von 1,4 Prozent, die dritte Gewinnwoche in Folge, mehr als acht Prozent Erholung seit Ende März. Klingt gut. Ist es auch, bis man die andere Zahl danebenstellt: Rund viereinhalb Prozent liegt der DAX noch immer unter dem Niveau von Ende Februar, also vor dem Beginn des Iran-Kriegs.
„Der Markt will steigen“
So formulierte es Emmanuel Cau von der Barclays Bank gegenüber dpa am Freitagmorgen. Der Waffenstillstand habe die Stimmung aufgehellt, die Angst, etwas zu verpassen, habe manche US-Indizes sogar auf neue Höchststände getrieben. Soweit, so bekannt.
Denn Cau sagt auch, was viele nicht hören wollen. Der Krieg sei noch nicht beendet. Die Ölpreise und Anleiherenditen hätten ihren jüngsten Anstieg noch nicht wieder wettgemacht. Die Straße von Hormus bleibe gesperrt. Und dann dieser Satz: „Unser Eindruck ist, dass die leicht zu erzielenden Kursgewinne hinter uns liegen.“
DAX Index Chart
Was jetzt kommen muss
Um weiter zu steigen, so Cau, müsse der Krieg wohl tatsächlich beendet werden. Nicht nur pausiert. Beendet. Das ist ein anderes Wort, und Anleger, die das überlesen, könnten sich wundern.
Im Frühhandel zeigte der DAX-Future demnach noch etwas Zuversicht, stieg um 22 auf 24.290 Punkte, mit einem Tageshoch bei 24.337. Viel Bewegung war das nicht. 218 Kontrakte umgesetzt, ruhige Nacht, ruhiger Start.
Drei Gewinnwochen in Folge, und die einfachen Gewinne sollen schon weg sein. Willkommen in der zweiten Halbzeit.
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