Datagroup stellt die Weichen für die kommenden Jahre grundlegend neu. Die gestrige Hauptversammlung markiert das Ende der bisherigen Ausschüttungspolitik und leitet eine Phase verstärkter Reinvestitionen ein. Doch warum setzt das Management trotz einer beeindruckenden Zwölfmonats-Performance von über 73 Prozent nun auf einen Sparkurs bei der Dividende?
Investitionen in die Strategie 2030
Die Aktionäre folgten am Mittwoch dem Vorschlag der Verwaltung und beschlossen eine Dividende von lediglich 0,04 Euro je Aktie. Dieser deutliche Einschnitt gegenüber den Vorjahren ist Teil der neuen „Strategie 2030“. Das Unternehmen beabsichtigt, die erwirtschafteten Mittel künftig vorrangig in technologische Wachstumsfelder zu lenken.
Dabei stehen insbesondere Investitionen in Künstliche Intelligenz, Cloud-Services und Cyber-Security im Vordergrund. Durch die Einbehaltung der Gewinne will der IT-Dienstleister die notwendige finanzielle Flexibilität schaffen, um diese Zukunftsfelder schneller zu skalieren. Die Auszahlung der beschlossenen Dividende erfolgt am 2. März 2026.
Rückzug aus dem m:access-Segment
Parallel zur neuen Finanzstrategie ordnet Datagroup seine Präsenz am Kapitalmarkt neu. Nach dem Einstieg des Finanzinvestors KKR endet bereits mit Ablauf des morgigen Freitags die Einbeziehung der Aktien in das m:access-Segment der Börse München. Dies ist der erste Schritt eines umfassenderen Rückzugs, der zum 30. Juni 2026 in der vollständigen Einstellung der Notierung im Münchner Freiverkehr münden soll.
Das Management strebt durch diese strukturellen Veränderungen eine stärkere Fokussierung auf organisches Wachstum und gezielte Zukäufe an. Die Aktionäre entlasteten den Vorstand und Aufsichtsrat für das vergangene Geschäftsjahr nahezu einstimmig und signalisierten damit Rückhalt für den neuen Kurs.
Operative Stärke stützt den Kurs
Trotz der Dividendenkürzung präsentiert sich das Papier robust. Mit einem aktuellen Kurs von 71,40 Euro notiert die Aktie nur minimal unter dem gestern erreichten 52-Wochen-Hoch von 71,90 Euro. Die operative Entwicklung untermauert dieses Niveau: Im Geschäftsjahr 2024/2025 stieg der Umsatz um 7,3 Prozent auf 566,1 Millionen Euro, wobei das organische Wachstum bei 3,9 Prozent lag.
In den kommenden Monaten steht die operative Umsetzung neuer Großprojekte im Fokus. Ein entscheidender Faktor wird dabei die Integration des IT-Betriebs für Förderverfahren in Nordrhein-Westfalen sein. Dieser Auftrag soll ab Mitte 2026 wirksam werden und das angestrebte Wachstum weiter absichern.
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